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Die Arbeitslosenzahlen sind nach einem halben wieder rückläufig.

Die Arbeitslosenzahlen sind nach einem halben wieder rückläufig.

dpa

Die Arbeitslosenzahlen sind nach einem halben wieder rückläufig.

Krefeld. Nachdem die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Krefeld seit November monatlich gestiegen ist, bringt der Mai erstmals seit einem halben Jahr eine leichte Abnahme: Um 1,3 Prozent oder 314 Personen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum April gesunken. Etwa die Hälfte dieses Rückgangs ist allerdings auf eine Rechtsänderung zurückzuführen, die sich auf die Statistik auswirkt.

Aktuell sind 23.658 Männer und Frauen in Krefeld und im Kreis Viersen arbeitslos, 8,2 Prozent (1.800 Personen) mehr als im Vorjahr."Der seit Monaten andauernde Anstieg der Arbeitslosigkeit hat sich im Mai nicht fortgesetzt", so Peter Ewert, Leiter der Krefelder Agentur für Arbeit.

"Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der Arbeitsmarkt erheblich durch die Kurzarbeit gestützt wird. Es ist gut und wirtschaftlich richtig, dass viele Unternehmen in der Region auf Kurzarbeit setzen, statt zu entlassen. Wer heute Kurzarbeit nutzt, um die Krise zu überbrücken, muss beim nächsten Aufschwung nicht erst nach geeignetem Fachpersonal suchen und kann seinen Vorteil nutzen", so Ewert weiter. Seit Jahresbeginn haben 465 Betriebe im Agenturbezirk für insgesamt knapp 14.200 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt. In welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wird, bleibt bis zum Vorliegen der Abrechnungen abzuwarten.

Nachdem im April die Arbeitslosenquote erstmals seit eineinhalb Jahren die Grenze von neun Prozent überschritten hatte, sank sie im Mai wieder auf 8,9 Prozent und liegt damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat, aber trotzdem 0,6 Prozentpunkte über demVorjahreswert von 8,3 Prozent.

Trotz Wirtschaftskrise belebt sich die Kräftenachfrage der Wirtschaft. Im Mai wurden der Agentur für Arbeit insgesamt 958 Stellen gemeldet, 10,2 Prozent (89 Stellen) mehr als im April. 

Die Hauptagentur (Stadt Krefeld und Willich) konnte im Mai einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 1 Prozent (-147 Personen) gegenüber April verzeichnen. Insgesamt waren hier 14.077 Personen arbeitslos, 6,0 Prozent (801 Personen) mehr als im Mai 2008. Die
Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit in allen Personengruppen zurückgegangen. Mit 2.046 Arbeitslosen unter 25 Jahren und einem Minus von 6,2 Prozent (135 Personen) im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe am deutlichsten zurückgegangen. Im Vorjahresvergleich zeigt sich allerdings ein Plus von 16,9 Prozent oder 296 Personen.

Nur sehr leicht ist die Arbeitslosigkeit bei den Älteren gesunken. Der Vorjahresvergleich zeigt ein Plus von 13,9 Prozent (782 Personen). Der Anteil der älteren Arbeitslosen liegt damit bei 27,1 Prozent.

Mit insgesamt 8.469 Langzeitarbeitslosen ist die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent (99 Personen) gesunken. Mit einem Minus von 5,9 Prozent (528 Personen) im Vergleich zum Vorjahr sind die Langzeitarbeitslosen die einzige Gruppe, die auch im Vorjahresvergleich einen Rückgang zu verzeichnen hat. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen liegt aktuell bei 35,8 Prozent.

 

 

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