Der Unternehmer Friedhelm Schaffrath bringt in wirtschaftlich instabilen Zeiten eine halbe Million Euro ein.

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Friedhelm Schaffrath erhält die Stiftungsurkunde. Mit dabei: Renate Schaffrath, Dorothea Növer von der Bezirksregierung, Regierungspräsident Jürgen Büssow, Monika Bartsch und Frank Spelleken von der Bezirksregierung.

Friedhelm Schaffrath erhält die Stiftungsurkunde. Mit dabei: Renate Schaffrath, Dorothea Növer von der Bezirksregierung, Regierungspräsident Jürgen Büssow, Monika Bartsch und Frank Spelleken von der Bezirksregierung.

Judith Michaelis

Friedhelm Schaffrath erhält die Stiftungsurkunde. Mit dabei: Renate Schaffrath, Dorothea Növer von der Bezirksregierung, Regierungspräsident Jürgen Büssow, Monika Bartsch und Frank Spelleken von der Bezirksregierung.

Krefeld. Friedhelm Schaffrath zählt zu den Menschen, die nicht nach öffentlichen Ämtern streben. Sein Lebensinhalt ist die Möbelgruppe, die er 1961 gegründet und kontinuierlich zu einem großen Unternehmen mit über 1200 Mitarbeitern aufgebaut hat.

Noch immer leitet er das operative Geschäft, besucht täglich einen seiner Betriebe und kennt die langjährigen Mitarbeiter persönlich. Auch aus Verbundenheit zu den Menschen der Region hat er schon soziale Projekte in der Region unterstützt. Mit der "Schaffrath Stiftung für Soziales" krönt er nun sein Lebenswerk. Dafür wurde er von Regierungspräsident Frank Büssow geehrt.

"Wir treten dafür ein, dass hilfsbedürftige Menschen, Kinder- und Jugendheime sowie Senioreneinrichtungen finanziell unterstützt werden", sagt der Mönchengladbacher Unternehmer, der zusammen mit Ehefrau Renate den Vorstand der Stiftung bildet. Kuratoriumsmitglied ist unter anderem Mönchengladbachs ehemalige Oberbürgermeisterin Monika Bartsch.

Das anfängliche Stiftungsvermögen beträgt eine halbe Million Euro. "In der Förderung von hilfsbedürftigen Menschen - gleich welchen Alters und welcher Herkunft - und von sozialen Einrichtungen sehen wir eine elementare Aufgabe", so Schaffrath. Die Unterstützung soll Menschen im gesamten Einzugsgebiet des Unternehmens zugute kommen, also auch in Krefeld. Gerade in einer Zeit lahmender Wirtschaft wolle die Familie Verantwortung übernehmen und ein Zeichen setzen.

Als weiteres Zeichen verdoppelt Schaffrath soeben die Verkaufsfläche des Möbelhauses in Mönchengladbach auf 40000 Quadratmeter. In sechs Monaten soll der An- und Ausbau fertiggestellt werden. Bis Oktober verfügt das Stammhaus dann über genau so viel Verkaufsfläche wie der jüngere Standort in Krefeld.

Regierungspräsident würdigt unternehmerische Weitsicht

Friedhelm Schaffrath ist ein Unternehmer aus "Schrot und Korn", der stets nach vorne blickt. Frank Büssow würdigte das in den vergangenen Jahren immer seltener gewordene, außergewöhnliche unternehmerische soziale Engagement. In NRW gibt es lediglich 1000 Stiftungen dieser Art.

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