Die Vulkanasche ist schuld: Andreas Jörissen und seine Freundin sitzen in der Türkei fest.

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Andreas Jörissen und Nadine Schüpping sitzen auf gepackten Koffern. Wann die beiden Krefelder fliegen können, ist ungewiss.

Andreas Jörissen und Nadine Schüpping sitzen auf gepackten Koffern. Wann die beiden Krefelder fliegen können, ist ungewiss.

privat

Andreas Jörissen und Nadine Schüpping sitzen auf gepackten Koffern. Wann die beiden Krefelder fliegen können, ist ungewiss.

Krefeld. Die Urlaubsstimmung ist Andreas Jörissen inzwischen vergangen - auch wenn es sicher schlechtere Orte gibt, um festzusitzen. "Das Tröstliche ist, dass ich, während ich mit Ihnen telefoniere, aufs Meer schauen kann."

Der 39-jährige Ex-Karnevalsprinz aus Krefeld flüchtet sich an der türkischen Riviera in Galgenhumor - frei nach dem Motto: Wir sind Krefelder - holt uns hier raus. Freitagabend sollte er eigentlich mit seiner Lebensgefährtin Nadine Schüpping (29) im Flieger Richtung Heimat sitzen, doch Eyjafjalla, der isländische Vulkan, machte ihm wie tausenden anderen Reisenden weltweit einen Strich durch die Rechnung: Wegen der Asche durften die Flieger nicht starten.

"Am Flughafen war es chaotisch", sagt Jörissen. Auf Pritschen und Bänken habe man gelegen und gewartet. "Irgendwann sind wir dann wieder zurück ins Hotel." Jetzt sitzen er und seine Freundin buchstäblich auf gepackten Koffern. Wann sie fliegen können, steht in den Sternen. "Es gibt immer wieder nur Wasserstandsmeldungen. Und hier weiß ja auch keiner Bescheid", sagt Jörissen.

Auf dem Laufenden hält er sich durch Anrufe zu Hause. Die Stimmung unter den Gästen im Hotel sei mittlerweile angespannt. "Irgendwie hat auch keiner mehr Lust auf irgendwas. Das Volleyballfeld ist verwaist, die Liegen leer, keiner spielt mehr Dart."

Jörissen hat Flug und Hotel separat gebucht. "Ich tippe aber mal, dass 95 Prozent der Touristen hier Pauschalurlauber sind", sagt Jörissen. Die seien abhängig von ihren Reiseanbietern.

"Immer wieder laufen dann Kolonnen von Urlaubern durchs Hotel, wenn die jeweilige Firma zu einem Treffen lädt." Dann werde heiß diskutiert. Am Sonntagmorgen war auch der Krefelder noch einmal am Flughafen in Antalya, etwa eine Stunde von seinem Hotel entfernt - vergeblich.

"Wir hatten zur Vorsicht direkt einen anderen Flug gebucht, aber der ist dann auch ausgefallen. Eigentlich muss ich am Montag arbeiten. Meine Freundin hat am Dienstag eine wichtige Projektübergabe", sagt der 39-Jährige. "Ganz ehrlich: Das ist der erste Urlaub, aus dem ich früher wieder nach Hause will."

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