Lukas Stappmann bereitet in seinem Foodtruck ein Gericht zu. Draußen warten bereits die Kunden auf ihre Bestellungen. Unter anderem gibt es Pulled Chicken mit Süßkartoffel-Pommes. Fotos (3): abi
Lukas Stappmann bereitet in seinem Foodtruck ein Gericht zu. Draußen warten bereits die Kunden auf ihre Bestellungen. Unter anderem gibt es Pulled Chicken mit Süßkartoffel-Pommes. Fotos (3): abi

Lukas Stappmann bereitet in seinem Foodtruck ein Gericht zu. Draußen warten bereits die Kunden auf ihre Bestellungen. Unter anderem gibt es Pulled Chicken mit Süßkartoffel-Pommes. Fotos (3): abi

Lukas Stappmann bereitet in seinem Foodtruck ein Gericht zu. Draußen warten bereits die Kunden auf ihre Bestellungen. Unter anderem gibt es Pulled Chicken mit Süßkartoffel-Pommes. Fotos (3): abi

Krefeld. Der Wunderwerk „Speisewagen“, oder wie es momentan in aller Munde heißt „Foodtruck“, sieht nicht wie der klassische Imbisswagen aus. Ganz modern ist dieser hier komplett in schwarz-weiß gefärbt und im Inneren stehen nicht nur ausgewählte Kräuter, sondern auch Bilder, die verschiedene Gemüsesorten zeigen.

Für das Wunderwerk-Team, Tim Gebauer und Lukas Stappmann (beide 25 Jahre alt), ist der Speisewagen nicht nur ein Job, sondern ihre persönliche mobile Küche, in der sie experimentieren und den Großteil ihrer Zeit verbringen. Deswegen sollte der Speisewagen auch genau nach ihren Vorstellungen aussehen: „Als wir den Wagen gekauft haben, war er noch ein klassischer Pommes-Currywurst-Wagen und in rot-weiß gestrichen. Wir haben Vieles geändert und sind auch immer noch dabei“, sagt Stappmann.

Ausgewogene Ernährung ist den beiden Krefeldern wichtig

Seit Anfang Juni fahren Stappmann und Gebauer durch die Gegend und servieren ihren Kunden das Essen aus dem Wagen heraus. Hauptaugenmerk liegt bei den beiden Krefeldern vor allem auf einer ausgewogenen Ernährung: „Neben Pulled Pork oder Pulled Chicken gibt es bei uns immer eine Portion Gemüse dabei.“

Und für die Vegetarier oder Veganer gibt es Salate und Wraps. Eine kleine Sünde bleibt aber doch, wie Gebauer schmunzelnd erzählt: „Die Leute wollen immer noch die guten Pommes haben. Deswegen haben wir diese auch ins Angebot aufgenommen.“

Gebauer und Stappmann kennen sich bereits aus Schulzeiten. Die Idee zur Selbstständigkeit kam den beiden bereits in der Jugend. Das es in Richtung Gastronomie gehen soll, wurde den beiden während eines Auslandaufenthalts in Neuseeland klar: „Wir haben dort ein tolles Restaurant kennengelernt und wussten dann, dass das unser Ding ist“, so Stappmann.

Der Trend um das „Essen von der Straße“ – wie es aus dem Englischen übersetzt heißt – schwappte 2012 aus den USA nach Deutschland über und feierte 2013 seinen offiziellen Startschuss mit der Eröffnung der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg. Dabei ist das Konzept um Street Food nicht neu. So hat es „Essen to go“ bereits im antiken Griechenland oder im Mittelalter geben. Vor allem in asiatischen Ländern sind seit Jahrzehnten mobile Garküchen in urbanen Gebieten unterwegs, um ihre Waren günstig anzubieten.

Die Idee Schulbusse oder Lastwagen aufwendig umzugestalten stammt aus den USA. Aufgrund der großen Freiheit, niedriger Investitionen und einem geringen Risiko sind in Nordamerika die Gründungen von Start-ups in den vergangenen Jahren explodiert. Heutzutage verzeichnet alleine der Bundesstaat New York - der Street Food erst salonfähig gemacht hat - 3000 Foodtrucks. In Los Angeles sind es sogar 4000. In Deutschland wurden 2016 150 Trucks gezählt –

Neben der Schule haben beide bereits in einem Restaurant gearbeitet und so das Grundhandwerk gelernt. Im Studium wurden die erworbenen Kenntnisse dann vertieft: Stappmann hat Food & Beverage Management studiert und Gebauer BWL: „Bereits während unseres Studiums haben wir Geld gespart, für unser erstes eigenes Projekt“, sagt Gebauer.

„Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut angekommen wird“

Eigentlich sollte das ein Restaurant werden, aber „dafür hat unser Geld noch nicht gereicht. Deswegen ist es erst mal ein Foodtruck geworden“, so Stappmann. Bevor es im letzten Juni losging, waren die beiden gespannt, wie die Idee in Krefeld ankommen würde, und wurden positiv überrascht: „Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut angenommen wird“, erzählt Gebauer.

Mittlerweile ist das Team nicht nur auf einigen Events, Stadtfesten und Festivals unterwegs, sondern kann auch für private Feiern gebucht werden: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man für sich selbst arbeitet und nach einem 14-Stunden-Tag auch sieht, wofür das alles ist“, sagt Stappmann. Gebauer findet es vor allem auch interessant, mit den verschiedenen Lebensmitteln zu experimentieren: „Wir haben keine Vorgaben und probieren auch gerne mal neue Sachen aus.“

Anfangs fiel es den beiden noch schwer, die Mengen zu kalkulieren, aber mittlerweile haben sie den Dreh raus: „Einzig beim Steigerfest waren wir komplett ausverkauft“, erzählt Gebauer. Für die Zukunft visieren die ambitionierten Krefelder einen eigenen Imbiss an, bevor es dann irgendwann das eigene Restaurant werden soll oder „auch gerne mehrere“, wie Gebauer grinsend sagt.

Bis dahin wird es aber erst mal noch weiter gesundes Essen aus dem Wunderwerk-Wagen heraus geben.

 

Hinweis: Wo das Wunderwerk steht, kann auf der Facebook-Seite der beiden Krefelder nachgeschaut werden facebook.com/wunderwerkcatering

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