WZ und Sparkasse starten am Montag die weihnachtliche Aktion für 170 vom Kinderschutzbund betreute Kinder.

WZ und Sparkasse starten am Montag eine Weihnachtswunschbaum-Aktion für 170 vom Kinderschutzbund betreute Kinder.
Mit kleinen Sachen Kindern eine Freude machen. Die WZ stellt erstmalig einen Wunschbaum auf und hofft auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Leser.

Mit kleinen Sachen Kindern eine Freude machen. Die WZ stellt erstmalig einen Wunschbaum auf und hofft auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Leser.

Volker Herold

Mit kleinen Sachen Kindern eine Freude machen. Die WZ stellt erstmalig einen Wunschbaum auf und hofft auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Leser.

Krefeld. Am Sonntag ist der erste Advent. Für viele Kinder in Krefeld beginnt eine spannende Zeit. Eine, an die sich auch Erwachsene gern zurückerinnern, wenn die Tage kürzer werden. Lieder singen, Kekse backen, Baum aussuchen. Was wohl drunter liegen mag in diesem Jahr? Erschreckend viele Knirpse hinter Krefelder Haustüren kennen das nicht. Es gibt keinen Baum, schon gar kein Geschenk. Ihre Eltern sind arm oder einfach überfordert. Für 170 dieser Kinder stellen WZ und Sparkasse Krefeld am Montag einen Weihnachtswunschbaum auf. Und Sie können helfen, kleinen Menschen zum Heiligen Abend eine kleine Freude zu machen.

Der Baum steht ab Montag im Finanzcenter der Sparkasse am Ostwall mitten im Verkaufsraum und ist unschwer zu erkennen an den vielen bunten Wunschzetteln. Geschmückt wird er am Montagvormittag von Kindern der Kinderschutzbund-Einrichtung Pfiffikus. Der soziale Träger ist es auch, der die 170 bedürftigen Kinder, die ihre bescheidenen Sehnsüchte auf die Zettel schreiben durften, betreut.

Die Vorsitzende Birgit August sagt: „Nicht für jedes Kind unserer Stadt ist es selbstverständlich zu Weihnachten ein Geschenk zu erhalten. Auch für die Eltern ist es oft schwer, dass sie ihren Kindern kein Geschenk machen können. Rund 9000 Kinder unter 15 Jahren leben in Familien, die Hartz IV beziehen und haben damit weniger Chancen auf Bildung, ein höheres Gesundheitsrisiko, bleiben oft in ihrer körperlichen Entwicklung zurück. Der Anteil der Kinder in Ein-Eltern-Familien ist sehr hoch.“ Die Zahlen seien erschütternd.

Die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld, Dr. Birgit Roos, freut sich: „Wenn drei starke Partner wie der Kinderschutzbund, die Westdeutsche Zeitung und die Sparkasse gemeinsam etwas anpacken, lassen sich manche Wünsche erfüllen. So sind wir zuversichtlich, dass es uns auch mit Hilfe unserer Kunden gelingt, die Kinderwünsche vom Weihnachts-Wunschbaum in unserem Finanzcenter Ostwall wahr werden zu lassen.“

Wie funktioniert die Aktion?

Der Kinderschutzbund identifiziert infrage kommende Kinder und sorgt dafür, dass die Wunschzettel ausgefüllt werden und pünktlich zum Beginn der Aktion wieder zurück sind, um an den Baum gehängt zu werden. Er sorgt außerdem dafür, dass die Geschenke an Heiligabend in den betroffenen Familien unter dem Weihnachtsbaum liegen, so es einen gibt.

Am Montag geht’s los, was passiert dann?

Theater Von der bewährten Zusammenarbeit mit verschiedenen karitativen Vereinen und Organisationen der Stadt profitieren erneut 100 Kinder aus finanzschwachen Krefelder Familien im Glasfoyer des Theaters. Für ihre Wünsche im Wert von 15 Euro haben die Kinder hübsche Anhänger gebastelt. Seit der feierlichen Eröffnung können die Theaterbesucher die Weihnachtswünsche abpflücken und die verpackten Geschenke bis zum 8. Dezember an der Theaterkasse abgeben.

Apotheken Bereits gestartet ist ebenfalls die dritte Weihnachtswunschbaum-Aktion der Krefelder Apotheken. 1 029 Kindern soll in diesem Jahr ihr Weihnachtswunsch erfüllt werden. 25 Apotheken nehmen teil. Rückgabe der weihnachtlich verpackten Geschenke ist der Nikolaustag, 6. Dezember. Die Weihnachtswunschbäume lassen für Kinder und Jugendliche im Alter bis 14 Jahren einen Wunsch im Wert von maximal 20 Euro wahr werden. Den Kontakt zu den hilfsbedürftigen Kindern stellt die Krefelder Tafel her. Die Kinder bleiben selbstverständlich anonym.

Kaufhof Auch hier können wieder Wünsche erfüllt werden – und zwar die von Kindern aus den Kinderheimen Marianum und Bruckhausen. Noch bis zum 21. Dezember hängen dort Wunschzettel in der zweiten und dritten Etage. Diese bewegen sich im Wert von jeweils 30 Euro.

Wir haben die Kids vom Pfiffikus, um den Baum zu schmücken. Mit Selbstgebasteltem und eben mit den Wunschzetteln. Die Kunden und Besucher können dann ab sofort mitmachen, sich eine Karte aussuchen. Es kommt vor Ort immer zu sehr interessanten Gesprächen, da wird sogar geklönt.

Wie kann ich helfen?

Karte vom Baum nehmen, drauf steht der Vorname des Kindes, das Alter und der Wunsch im Wert von etwa 15 Euro. Geschenk kaufen und unverpackt bis spätestens 8. Dezember wieder unter den Baum legen.

Unverpackt?

Damit gleich erkennbar wird, ob das Geschenk auch dem Kinderwunsch entspricht und wir korrigieren können. WZ und Sparkasse verpacken dann gemeinsam.

Bleiben am Ende Wünsche offen?

Nein, kein Kinderwunsch bleibt an Heiligabend unerfüllt. Zur Not springen die Kooperationspartner ein.

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