Am 15. Welttag des Tai Chi Chuan trainierten die Teilnehmer im Schönwasserpark.

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Bernd Schwenke (Mitte) führte die Teilnehmer durch verschiedene Übungen. Beim Tai Chi Chuan geht es auch darum, sich selbst zu entschleunigen.

Bernd Schwenke (Mitte) führte die Teilnehmer durch verschiedene Übungen. Beim Tai Chi Chuan geht es auch darum, sich selbst zu entschleunigen.

Andreas Bischof

Bernd Schwenke (Mitte) führte die Teilnehmer durch verschiedene Übungen. Beim Tai Chi Chuan geht es auch darum, sich selbst zu entschleunigen.

Krefeld. Das Ambiente passt wunderbar. Ruhe, fast nur Vogelgezwitscher, das Plätschern der Fontäne im Teich, die Geräuschkulisse der Stadt nur in der Ferne und eine frische, wenn auch kühle Luft. Im Zeitlupentempo bewegen sich die sieben Personen auf der grünen Terrasse des Schönwasserparks.

Es ist ein besonderer Samstag für diese Frischluft-Freunde: der 15. Welttag des Tai Chi Chuan und Qi Gong. „Um 10 Uhr hat dieser in Neuseeland angefangen; zwischendurch ist Krefeld dran und dann endet er auf Hawaii“, erklärt Bernd Schwenke, Lehrer für Tai Chi Chuan und Qi Gong in Krefeld. „Das ist ein Grund, sich zu treffen und auszutauschen.“

Ein Gegenpol zur Hektik der heutigen Zeit

Als Programm für diesen Vormittag im Schönwasserpark – hinter dem Lehrerseminar – hat man sich Vorführungen und Mitmachaktionen ausgedacht. „Dienstags und freitags wird immer hier draußen trainiert“, sagt Schwenke, der selber seit 27 Jahren in dieser Bewegungslehre aktiv ist. „Man kann das in jeder Verfassung üben, selbst im Sitzen! Es ist auch eine gute Gelegenheit, aus dem Leistungsgedanken rauszukommen, zu entschleunigen und ein Gegenpol zur heutigen Hektik.“ Dann lädt er die Anwesenden zum Mitmachen ein. 22 Personen folgen ihm. Einige wenige Schweigeminuten sorgen für Ruhe und Konzentration. Der Lehrer macht die Bewegungen vor, die so langsam und deutlich sind, dass ihm jeder folgen kann. „Nun die Arme in einer öffnenden Bewegung!“ „Wolken auseinander schieben!“ Schon das Zuschauen wird Teil der Entschleunigung, entspannt.

Für Hannelore Nacke und Uta Deilmann gehört Tai Chi Chuan im Schönwasserpark zum festen Wochenprogramm. „Ich mache es regelmäßig dienstags und freitags bei jedem Wetter. Und nur im Park!“, betont Nacke. Ihr Orthopäde habe ihr zu Tai Chi Chuan geraten. „Das ist das Beste, was ich machen kann“, blickt sie zurück.

Uta Deilmann, die ebenfalls seit rund sechs Jahren mehr oder weniger regelmäßig in den Schönwasserpark kommt, meint: „Das bringt mir mehr als jeder Gymnastikkurs und ich habe schon viele davon gemacht! Draußen zu sein, ist toll. Ich hab‘ mir geschworen, keine Turnhalle mehr zu betreten!“

Die Freiluft-Gruppe ist wegen der Termine am Vormittag eher für Ältere, die nicht mehr berufstätig sind. Die Gelegenheit, beim 15. Welttag des Tai Chi Chuan einmal in die asiatische Bewegungsform als Teil der chinesischen Gesundheitslehre hineinzuschnuppern, nutzen nur sehr wenige. „Bei wärmerem Wetter wären da mehr“, meint Nacke. Und so bleiben die Krefelder Vereinsmitglieder weitgehend unter sich.

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