Oratai Büttgenbach führt an der Petersstraße das Ya Thai. Sie hat zwölf Mitarbeiterinnen.

Masseurin Waranya arbeitet mit einen Kunden im Ya Thai.
Masseurin Waranya arbeitet mit einen Kunden im Ya Thai.

Masseurin Waranya arbeitet mit einen Kunden im Ya Thai.

Dirk Jochmann

Masseurin Waranya arbeitet mit einen Kunden im Ya Thai.

Krefeld. Thai-Massage-Praxen sind in Krefeld weit verbreitet: In den vergangenen Jahren ist diese Form der Körperbearbeitung auch in Krefeld populär geworden. Derzeit gibt es zehn solcher Einrichtungen zwischen Forstwald und Uerdingen. Oratai Büttgenbach lächelt milde über die Konkurrenz. Die Ya-Thai-Chefin, die seit 32 Jahren in Deutschland lebt, war eine der ersten, die ihre Massagekunst in Krefeld anbot. „Mittlerweile haben sich etliche Thailänderinnen, die früher für mich arbeiteten, selbständig gemacht und sind heute meine Konkurrentinnen.“ Sie ist Masseurin, Thai-Massage ist ihr Handwerk. Zusammen mit zwölf Mitarbeiterinnen betreibt sie an der Petersstraße 87 ein Studio, das Ya Thai.

Wer eine erotische Massage verlangt, fliegt sofort raus

Etwa zur Hälfte werden die Studios asiatisch geführt. Aber auch deutsche Geschäftsleute haben die profitablen Möglichkeiten der Thai-Massage entdeckt. Unisono aber lehnen die Studios das Schmuddel-Image der Erotik-Massagen ab. „Wer hier so was verlangt, fliegt sofort raus“, sagt Paul Heinz Rommerskirchen. Der 63-Jährige ist Lebens- und Geschäftspartner von Oratai Büttgenbach, die sagt: „Ich habe Buddha tief in meinem Herzen. Über meine Hände gebe ich diese Liebe an andere Menschen weiter.“ Wobei sich die in Thailand geborene 55-jährige Frau keineswegs als Priesterin sieht.

Sie führen den Boom der Studios auf die Novelle der Handwerksordnung zurück, die 2004 in Kraft trat. Damit wurde die Meisterprüfung für zulassungsfreie Berufe abgeschafft. Aber, so versichert seine Partnerin, „alle unsere Masseurinnen haben in ihrer Heimat eine qualifizierte Ausbildung absolviert, die vom Gesundheitsministerium in Bangkok zertifiziert wird.“

Im Angebot des Massagestudios stehen zur Auswahl Rücken-, Fuß- und traditionelle Massage sowie Gesichts-, Aromalöl-, Kräuteröl- und Kräuterstempel-Massage, desweiteren verschiedene Pakete, die eine Kombination aus verschiedenen Massagen bieten. Ein wenig teurer ist die Ayutthaya Aroma-Gold-Massage, die von Gold Elephant Royal Thai Wellness auf der Petersstraße angeboten wird. Für eine Zwei-Stunden-Massage der Gold-Klasse müssen dann schon 79 Euro angelegt werden. Dafür gibt es eine Massage mit warmen, hochwertigen Ölen mit purem Gold. Die Wirkung von Gold sorge, so verspricht die Werbung, „ein klares und sichtbar reineres Hautbild“. Diese Behandlung sei bisher dem thailändischen Königshaus vorbehalten gewesen.

Urheber sind die Mönche: Ya Thai schreibt die Massage buddhistischen Mönchen in Asien zu, die sie vor über 2500 Jahren entwickelt hätten. Heute sei sie eine sehr kraftvolle Technik, die zum Teil mit Hilfe von Fingern, Handballen, Knien oder sogar mit den Füßen zur Druckpunktmassage eingesetzt wird. Einfühlsam würden dabei Dehn-, Streck- und Drehübungen ausgeführt. Mit der Massage können Energieblockaden, Körper- und auch innere Anspannungen gelöst werden. Der Kreislauf und der Stoffwechsel werde damit angeregt, die Beweglichkeit des Körpers verbessert und eine bessere Durchblutung der Haut und Muskulatur erreicht.

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