Sechs islamische Gotteshäuser öffnen ihre Türen. Das Versäumte der letzten 50 Jahre ist aufzuholen.

Auch die Haci-Bayram-Veli-Moschee öffnet am Sonntag ihre Türen. Unser Archivbild zeigt Ayfer Patir (links), die Gäste Günther Heinze und Carla Walther sowie den Vorsitzenden Suat Uludag.
Auch die Haci-Bayram-Veli-Moschee öffnet am Sonntag ihre Türen. Unser Archivbild zeigt Ayfer Patir (links), die Gäste Günther Heinze und Carla Walther sowie den Vorsitzenden Suat Uludag.

Auch die Haci-Bayram-Veli-Moschee öffnet am Sonntag ihre Türen. Unser Archivbild zeigt Ayfer Patir (links), die Gäste Günther Heinze und Carla Walther sowie den Vorsitzenden Suat Uludag.

Dirk Jochmann

Auch die Haci-Bayram-Veli-Moschee öffnet am Sonntag ihre Türen. Unser Archivbild zeigt Ayfer Patir (links), die Gäste Günther Heinze und Carla Walther sowie den Vorsitzenden Suat Uludag.

Krefeld. "Alle, die sich nach den jüngsten Debatten um Herrn Sarrazin aus erster Hand und gründlich über den Islam informieren wollen, sind herzlich eingeladen." Mehmet Demir, der Vorsitzende der Union türkischer und islamischer Vereine, die zwischen 13000 und 15000 Menschen erreicht, hofft auf starke Resonanz am 3. Oktober. Dann ist der "Tag der offenen Moschee".

Sechs der acht Krefelder Moscheen sind am Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr für jedermann geöffnet. Kompetente Ansprechpartner stehen zur Verfügung. Die beiden restlichen Gotteshäuser können nicht mitmachen, weil die Imame (Vorbeter) dort nicht zur Verfügung stehen.

Demir stellt das Projekt in der Haci-Bayram-Veli Moschee an der Sprödentalstraße vor. Die Moschee besteht seit 1997. Ihr gehören rund 340 Familien mit zusammen über 1000 Angehörigen an, erläutert Suat Uludag, der Vorsitzende der Gemeinde. Mehmet Demir, der junge Unionsvorsitzende, verweist darauf, dass die Terminierung auf den Tag der Deutschen Einheit keineswegs Zufall sei. "Wir haben es bewusst gewählt. Wir wollen das Selbstverständnis der Muslime zum Ausdruck bringen, Teil der deutschen Einheit zu sein und die Verbundenheit zu Deutschland und zu Krefeld zeigen."

Pressesprecherin Ayse Sari verweist auf das Motto des Tages: "1400 Jahre Koran - aktuell und mitten im Leben." Damit sei auch das ernsthafte Bemühen der Moslems um Integration in die deutsche Gesellschaft gemeint. Mehmet Demir: "Wir müssen uns mit allen Kräften bemühen, das Versäumte der letzten 50 Jahre so schnell wie möglich aufzuholen." Als nächstes Projekt kündigt er eine "Reise durch die Religionen Krefelds" an. Über die katholischen und evangelischen Kirchen solle diese Reise zur Synagoge und nicht zuletzt zu den Moscheen der Stadt führen.

Am Sonntag von 14 bis 18 Uhr laden diese Gotteshäuser ein: Haci-Bayram-Veli-Moschee, Sprödentalstraße 56, Fatih-Moschee, Saumstraße 14, Merkes-Moschee, Viersener Straße 41, Yesil-Moschee, Niederstraße 131, Yavuz-Sultan-Selim-Han-Moschee, Seidenstraße 6, Yunus Emre-Moschee, Obergath 166.

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