Mit kreativen Ideen präsentieren sich 60 Akteure bei dem Sommerfest auf der Friedrich-Ebert-Straße am 22. August.

Bei Gabriele und Detlev Reinke kommt bayrische Biergartenatmosphäre auf. Unter anderem mit Schweinshaxe und Leberkäse.(Fotos (2): Dirk Jochmann)
Bei Gabriele und Detlev Reinke kommt bayrische Biergartenatmosphäre auf. Unter anderem mit Schweinshaxe und Leberkäse.(Fotos (2): Dirk Jochmann)

Bei Gabriele und Detlev Reinke kommt bayrische Biergartenatmosphäre auf. Unter anderem mit Schweinshaxe und Leberkäse.(Fotos (2): Dirk Jochmann)

Bei Gabriele und Detlev Reinke kommt bayrische Biergartenatmosphäre auf. Unter anderem mit Schweinshaxe und Leberkäse.(Fotos (2): Dirk Jochmann)

Krefeld. Das Haus des Ehepaars Reinke sieht seit Ende Juli aus wie die Bayrische Botschaft: Es ist komplett mit blau-weiß karierten Fahnen geschmückt. Und auch Dirndl sowie Lederhose hängen einsatzbereit im Schrank. "Wir sind für alles gerüstet", sagt Gabriele Reinke lachend. "Die Summer Street kann kommen."

Die Idee ist ein bayrischer Tag mit Speisen und Getränken

Das Paar, wohnhaft an der Friedrich-Ebert-Straße 250, war sofort von der Gewinner-Idee der Aktion "Krefeld - Schöner hier!" begeistert. "Es ist wie die Sperrung der A 40, nur in klein." Deswegen brauchte Gabriele Reinke nur Sekunden, bis sie die zündende Mitmach-Idee hatte. "Ein bayrischer Tag ist gemütlich, ansprechend und nicht so aufwendig in der Organisation - dachte ich mir zumindest."

Mittlerweile muss sie dieses Urteil revidieren. "Die Sache ist eskaliert", sagt ihr Mann Detlev schmunzelnd. "Wir bauen einen sechs Meter langen Bierstand auf, an dem wir eine Krefelder Biersorte und Weizen ausschenken, und haben Schweinshaxen, Brezeln und Leberkäse im Catering-Angebot. Meine Frau versucht gerade noch, die Herzdecker Wildbuben aus Hüls für einen Auftritt zu gewinnen. Außerdem beteiligt sich unser Nachbar von gegenüber mit einer Mundart-Nummer: Er macht uns den Aloisius, den Münchner im Himmel." 2500 Flyer werden in den nächsten Tagen in der Nachbarschaft verteilt. Beide hoffen auf viele Gäste, "gerne auch in Tracht".

Alle 0,2l-Getränke sowie Kaffee und Tee kosten einen Euro, für einen halber Liter Weizen werden 2,50 Euro fällig. Den gesamten Erlös des Summer-Street-Tages spendet das Ehepaar an die Krefelder Ortsvereinigung der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft. "Ich bin selbst betroffen und seit 25 Jahren Mitglied in dem Verein", sagt Gabriele Reinke. "Dort wird das Geld sinnvoll verwendet."

Auch kulinarisch, jedoch mit einem anderen Konzept, präsentiert sich das "1. Diner en blanc in Krefeld". Gespeist wird auf der Höhe Doerperhofstraße, in Richtung Innenstadt. Die beiden Freunde Levent Sirkal und Oliver Leist holen eine in Paris beheimatete Tradition nach Krefeld.

Erkennungszeichen ist weiße Kleidung von Kopf bis Fuß

Am Samstag, 22. August, wird die komplette Friedrich-Ebert-Straße (von der Hohenzollern- bis zur Buschstraße) für den Verkehr gesperrt.

Mehr als 60 Angebote sollen zahlreiche Krefelder zur Summer Street locken. Es gibt ganztägige Aktionen, aber auch welche, die nur vor- oder nachmittags laufen. Besucher haben die Möglichkeit, Seidenfäden zu spinnen, Tango zu tanzen, eine Rikscha-Rundfahrt zu machen oder Stockbrot zu backen.

Bei dem Dinner der besonderen Art treffen sich Freunde an einem, bis kurz vor der Veranstaltung geheim gehaltenen Ort, zu einem gemeinsamen Abendessen. Erkennungszeichen ist die weiße Kleidung von Kopf bis Fuß. "Das Dinner am 22. August ist natürlich nicht geheim", sagt Oliver Leist. "Aber wenn es bei der Summer Street gut ankommt, werden wir es in Zukunft inoffiziell an verschiedenen Orten in Krefeld stattfinden lassen. Dafür können die Teilnehmer am Sonntag ihre E-Mail-Adressen hinterlassen, und sie werden dann kurz vor dem nächsten Event benachrichtigt."

Bisher haben sich 80 Leute angemeldet. Wer noch dazustoßen möchte, ist ab 18 Uhr herzlich willkommen. Allerdings sind noch einige Kriterien vorgegeben: Neben der komplett weißen Bekleidung müssen Tisch und Stühle, eine Tischdecke, Geschirr und eventuelle Dekorationen, alles in weiß, selber mitgebracht werden.

Auch das eigene Menü, Getränke und Abfallbeutel für später sind von den Mitwirkenden selbst zu organisieren. "Ein Drei- oder Vier-Gänge-Menü wäre schön", so der Organisator. "Ob warme oder kalte Speisen, das spielt keine Rolle." Die beiden Initiatoren sind gespannt, was an dem Abend passiert. "Wir sind der erste Tisch, der steht, und dann mal sehen, was kommt", sagt Oliver Leist.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer