Vom Regen zeigen sich die Teilnehmer wenig beeindruckt. Wie im Vorjahr gelingt ein spannendes Programm der Gegensätze.

Die Friedrich-Ebert-Straße war am Sonntag komplett autofrei – entsprechend entspannt bummelten die Besucher über die Summer Street.
Die Friedrich-Ebert-Straße war am Sonntag komplett autofrei – entsprechend entspannt bummelten die Besucher über die Summer Street.

Die Friedrich-Ebert-Straße war am Sonntag komplett autofrei – entsprechend entspannt bummelten die Besucher über die Summer Street.

Dirk Jochmann

Die Friedrich-Ebert-Straße war am Sonntag komplett autofrei – entsprechend entspannt bummelten die Besucher über die Summer Street.

Krefeld. Ende gut, alles gut. Am späten Vormittag hört der Regen auf, und als die Sonne am Nachmittag scheint, macht die Summer Street ihrem Namen Ehre. Da hat sich die Friedrich-Ebert-Straße längst in eine autofreie Flaniermeile verwandelt, auf der viele Menschen essen, trinken und viel zu erzählen haben. Zwischen Herz-Jesu-Kirche und Buschstraße ist am meisten los, hier herrscht teilweise Oktoberfest-Stimmung.

Lesepaten der Mediothek tragen aus „Jorinde und Joringel“ vor

Es gibt aber auch ruhige Ecken. Emily (5) lauscht den Lesepaten der Mediothek. Sie tragen aus dem Kinderbuch „Jorinde und Joringel“ vor. An der Villa Merländer zeigen die Frauen von „Abentoyer“ Kreistänze aus Israel, Griechenland und den Balkanstaaten. An anderer Stelle hocken vier Leute konzentriert beim Doppelkopf. „Ich bin aber auch schon herumgegangen und habe mich umgesehen“, sagt Kartenspielerin Erika Kampmann. „Von den Anwohnern haben sich in diesem Jahr viele zurückgehalten“, findet sie.

Die Lücken führt Friedhelm Kutz auf das schlechte Wetter am Morgen zurück. „Einige Leute haben erst gar nicht aufgebaut.“ So fehlen auch die Klaviere, die wegen des Regens nicht an ihrem Platz auf dem grünen Kunstrasen stehen. Entsprechend bleibt ein Stapel Liegestühle in der Verpackung. Auch das Rhönradfahren bleibt den Profis vorbehalten, die ihren Sport auf Teppichen demonstrieren. „Für Anfänger wäre es zu gefährlich“, so Kutz. Dagegen haben die Kinder den Asphalt an anderer Stelle mit Kreide in einen bunten Teppich verwandelt. Viel zu schade zum Drauftreten.

Hausmusik, Trödelmarkt und afrikanische Cocktails

Trommeln und Rasseln zum Mitmachen verteilen die Mitglieder von „Saitensprung“. „Wir musizieren eigentlich immer zu Hause“, berichtet Sigrid Maes. „Nur heute sind wir vor dem Haus.“ . Nebenan gibt es in der African Lounge Cocktails mit klingenden Namen wie „Cape Town“.

Maria Leuchter und Claudia Kwaß haben – wie viele andere – im Keller Trödel gefunden, den sie verkaufen. „Wir haben alles, Bohrmaschinen, Werkzeug und etwas für die Schönheit. Die Geschäfte laufen gut. Und über das Wetter reden wir nicht.“ Dennoch ist es ein Thema. „Im vergangenen Jahr waren mehr Menschen hier“, sagen Waltraud und Walter Wilms am Mittag. „Der Besuch lohnt sich auch bei diesem Wetter. Der Kaffee ist überall gut und der Kuchen auch.“

Die Summer Street ist bei den Krefeldern angekommen, finden die Organisatoren vom Stadtmarketing bei der abschließenden Pressekonferenz.

Im kommenden Jahr ist eine dritte Veranstaltung geplant.

Auch die Streifenpolizisten Robin Kaminski und Bernd Geltenpoth sind zufrieden: „Kein besonderen Vorkommnisse.“

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