Rund 400 junge und ganz junge Musiker zeigten in Haus Sollbrüggen ein Wochenende lang ihr Können.

An die Instrumente, fertig, los: Beim dreitägigen Sommerfest der Musikschule hatte jede Gruppe ihren großen Auftritt.
An die Instrumente, fertig, los: Beim dreitägigen Sommerfest der Musikschule hatte jede Gruppe ihren großen Auftritt.

An die Instrumente, fertig, los: Beim dreitägigen Sommerfest der Musikschule hatte jede Gruppe ihren großen Auftritt.

Dirk Jochmann

An die Instrumente, fertig, los: Beim dreitägigen Sommerfest der Musikschule hatte jede Gruppe ihren großen Auftritt.

Krefeld. Jonah wollte schon immer Trompete spielen. Zum zwölften Geburtstag schenkte ihm der Großvater das ersehnte Instrument mit dem gut gemeinten Rat: "Mach was draus." Lisa und Salome hingegen, Schülerinnen des Gymnasiums am Stadtpark, spielen Geige und Saxofon. Mit ihnen finden sich im Lauf des Wochenendes 1200 Besucher ein beim Orchester- und Sommerfest der Musikschule in Haus Sollbrüggen.

Auch Laszlo Dömötör spielt leidenschaftlich gern Saxofon, allerdings hat er noch weitere Passionen: Er leitet das Blasorchester, die Bigband und die Mini-Bigband für den Nachwuchs, und gibt Unterricht für Klarinette und Saxofon.

"Petrus hat es gut gemeint mit uns", sagt er lachend. "Am Freitag gab es Wolkenbrüche in Moers und Mönchengladbach, nur in Krefeld nicht. Wir hatten an die 500 Gäste und ein großartiges Konzert."

Er hat noch nicht ganz zu Ende gesprochen, da stört ein lautes Gewittergrollen das Treiben der "Musikflöhe" auf der Bühne. Erst fallen nur wenige Tropfen, dann folgt ein gewaltiger Regenguss, doch das scheint niemanden zu stören.

Die Atmosphäre in dem ehemaligen Rittersitz ist einzigartig. Die Bühne im Innenhof ist diesmal besonders groß ausgefallen, schließlich feiert die Musikschule in diesem Jahr das 75-jährige Jubiläum. "Das Orchester- und Sommerfest gibt es jetzt schon seit rund 20 Jahren", erklärt Leiter Ralph Schürmanns. "Grundidee ist, unseren Schülern ein Podium zu bieten."

Immerhin proben die rund 2000 Schüler das ganze Jahr über. Nun spannen sie den Bogen unter dem Motto "Klassik trifft Jazz" über Oper, Operette, Jazz, Swing und natürlich Film. Stücke von Robbie Williams, Glenn Miller, Musiktheater und Dixieland - das sind nur einige Glanzlichter des Programms, das von rund 400 Musikern gestaltet wird.

"Musik ist emotional, nicht rational", sagt Laszlo Dömötor. Und das kann man hören. Gänsehautverdächtig ist die Darbietung von "Heal the world": Mit dem Song von Michael Jackson gedenkt die Musikschule des verstorbenen "King of Pop".

Regen prasselt auf das Kopfsteinpflaster vor der Bühne, doch "The show must go on". Das wissen schon die Nachwuchskünstler, und so dankt das Publikum mit einem Applaus, der sogar das Donnern übertönt.

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