Viele Angebote lassen keine Langeweile aufkommen. Neun Leute planen das Großereignis im Stadtwald.

Krefeld. Anna ist sechs Jahre alt und kommt jeden Tag zum Spiel ohne Ranzen. Sie hat es nicht weit, weil sie in Stadtwald-Nähe wohnt. Ihr erstes Ziel ist die Hüpfburg, dann geht zum Dschungel der Kinder-Kirche - "denn dort gibt es Theater und es wird viel gesungen, Geschichten gibt es auch", zählt sie strahlend auf.

Seit 34 Jahren erfreut das Spiel ohne Ranzen Kinder aus Krefeld und Umgebung. Das Brüderpaar Paul (6) und Anton (4) aus Neuss-Grefrath ist zum ersten Mal dabei und ebenso begeistert: "Drachenbasteln", schreien sie wie aus einem Mund. Damit die Kinder ausgelassen spielen können und so selig sind wie Anna, Paul und Anton, ist viel Organisation notwendig.

Der Vorstand des Arbeitskreises Krefelder Frauenverbände stemmt jedes Jahr aufs Neue mit neun Leuten die Großveranstaltung. Annemarie Schraps, die Vorsitzende, ist seit Beginn mit dem Sommerspielplatz verbunden. "Mein einundzwanzigjähriger Enkel ist mit ihm groß geworden, jetzt ist er als Helfer dabei", sagt Schraps. "Viele, die als Kinder hier waren, kommen heute mit ihren Kindern."

Der schnellste Zahlenkünstler bekommt einen Preis

Seit fünf Jahren ist das Lerncenter Kumon mittwochs auf der Stadtwaldwiese und begeistert Kinder von Vorschule bis zur Oberstufe für die Welt der Zahlen. "Startpunkt ist: Kindern bewusst machen, dass sie etwas können", sagt Ina Ure, die ein solches Center leitet. "Mathe kann Spaß machen. Wir haben Schüler, die seit sieben Jahren trotz guter Noten dabei sind", sagt Ure. Viki (10) kennt die Zahlentafeln von Kumon schon: "Ich schaffe die 100er-Tafel locker." Mit links meistern die kleinen Zahlenkünstler das stündliche Tunier, bei dem sich der Schnellste einen Preis aussuchen darf.

Dass der Sommerspielplatz eine Erfolgsgeschichte ist, verdankt der Arbeitskreis vielen Händen. "60 feste Helfer, davon 23 Jugendliche, und zusätzlich die Kräfte der jeweiligen Angebote wie von Sportjugend oder vom Evangeliumshaus, machen die Pläne erst umsetzbar", betont Schraps. "Am Dienstag bekamen wir 50 Strohballen vom Grünflächenamt, damit wir nicht durch Pfützen waten müssen", fährt sie fort. Die GSAK übernimmt die Aufräumarbeiten, "die alleine nicht zu schaffen sind". Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: "Beim Resümee steht eigentlich schon fest, dass es nächste Jahr weitergeht", gesteht Schraps mit einem Lächeln.

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