Atelierhaus: Unter dem Motto „Auf!“ haben die Künstler der „Fabrik“ den Gästen ihr kreatives Potenzial vorgeführt.

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Malte Jehmlich im Atelierhaus „Die Fabrik“ am Vom-Bruck-Platz 44 zeigt beim Tag der offenen Tür eine Installation mit Modellauto.

Malte Jehmlich im Atelierhaus „Die Fabrik“ am Vom-Bruck-Platz 44 zeigt beim Tag der offenen Tür eine Installation mit Modellauto.

Dirk Jochmann

Malte Jehmlich im Atelierhaus „Die Fabrik“ am Vom-Bruck-Platz 44 zeigt beim Tag der offenen Tür eine Installation mit Modellauto.

Krefeld. Unter dem Motto "Auf!" hat sich das Atelierhaus "Die Fabrik" am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit knapp zwei Jahren hat Diplom-Designer Jan Tesche mit vier weiteren Mitstreitern die ehemalige Spirituosen-Lagerhalle der Firma Schoor am vom-Bruck-Platz künstlerisch belebt (die WZ berichtete).

Bereits beim Betreten des Treppenhauses in dem alten Backsteinbau wird eine kreative Atmosphäre spürbar. Auf jeder Stufe liegt ein mit Wasser gefüllter durchsichtiger Ein-Liter-Beutel. "Wasser-Lauf" hat Silvia Roth ihre Installation genannt, die auch an einem anderen Ort denkbar wäre.

In der ersten und zweiten Etage befinden sich die Ateliers, in denen ganz unterschiedlich gearbeitet wird. So gibt es von Roth auch Arbeiten aus Steinzeug zu sehen, ihr Kollege Sebastian Groll hat eine Wandinstallation aus 23 Fliesen gemacht, auf denen Bienen zu sehen sind. Nebenan zeigen Olga Gubina, Annuschka Pricskaja und Klaus Giernat unterschiedliche Facetten der Malerei, wobei der Schwerpunkt auf einer gegenständlichen, manchmal ins Surrealistische gehenden Stilrichtung liegt.

Dass man aus Pappkarton auch ein schickes Sitzmöbel machen kann, zeigt Produkt-Designer Martin Ritter am Beispiel eines formschönen Sessels. Unterschiedliche Formgestaltung führt Jan Tesche vor. Sogenannte "Fraktate" aus Holz bilden interessante Wandobjekte, die kompakt aber nicht wuchtig wirken. Die filigranen "Fraktalen Wesen", die sein Kollege Groll in Bildobjekte ungesetzt hat, stellen einen optischen Bezug dazu her.

Einen absoluten Blickfang dieser Schau setzt die Künstlergruppe Sputnic mit einer doppelsinnigen Installation. Eine aus Pappelementen aufgebaute Rennbahn für Spielzeugautos bildet den einen Teil, ein Auto, in dem der Besucher Platz nehmen kann, den zweiten Teil. Dort kann man mit Hilfe eines Computerspiels ein Rennen auf der kleinen Bahn nebenan fahren. Realität und Fiktion werden hier originell miteinander vermischt.

Im Mittelpunkt steht an diesem Wochenende auch das Gebäude selbst, das mit seinem industriellen Charme viel Potenzial in sich birgt. Man darf gespannt sein, was diese Kreativ-Fabrik noch alles hervorbringt.

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