Über 70 Darsteller im Alter von drei bis 26 Jahren proben für das "Wintermärchen auf Rollen" nach Grimm’schen Motiven.

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Bei der Generalprobe lief noch nicht alles glatt – beste Voraussetzungen für die Skating Cats.

Bei der Generalprobe lief noch nicht alles glatt – beste Voraussetzungen für die Skating Cats.

Dirk Jochmann

Bei der Generalprobe lief noch nicht alles glatt – beste Voraussetzungen für die Skating Cats.

Krefeld. Fliegenpilze und Schneeflocken wirbeln durch die "Horkesgath-Arena". Jäger, Stubenmädchen und ein Königspaar rollen über die 1200 Quadratmeter des neuen Schwingbodens, vorbei an einem Spinnrad mit goldenen Fäden und einer Wiege. Und hinter einem Hexenhäuschen flüstert ein kleiner Gnom: "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich..."

Über 70 Darsteller im Alter von drei bis 26 Jahren proben für das "Wintermärchen auf Rollen" nach Grimm’schen Motiven. Die Skating Cats, eine Unterabteilung des Crefelder Skaterhockeyclubs Skating Bears 1987, haben Generalprobe. Und da geht einiges schief. Gute Aussichten also für die Premiere am am 28. November, dem ersten Advent.

Kulisse und Kostüme entstanden in Eigenarbeit der Eltern

"Schwer zu schätzen", meint Anja Stürmer auf die Frage zum zeitlichen Aufwand der Vorbereitungen. "Wir proben seit Februar jede Woche rund fünf Stunden, da kommen wir schon auf rund 500 Stunden", sagte sie als eine der Drahtzieherinnen hinter den Kulissen. Die Bauten wie auch die fantasievollen Kostüme sind alle in Eigenarbeit der Eltern entstanden. Wobei auch Sponsoren mit Sach- und Geldspenden genannt sein wollen. Eine ganze Reihe von Kindern kommt aus der Kita An de Drenk in Hüls - nicht zufällig. Choreografie und Musik hat Trainerin Janin Osterloh zusammengestellt. Sie arbeitet als Motopädin in dem städtischen Kindergarten.

Die Musik ist ebenso bunt wie die Darsteller: "Die Bandbreite reicht über Klassik von Dvorak und Mozart bis Rock mit Cher bis hin zu Volksmusik", erzählt Osterloh. Sie hat hinter den Kulissen alle Hände voll zu tun, damit die einzelnen Darstellertrupps oder Solisten zum richtigen Zeitpunkt auf die Bühne, sprich: in die Halle, kommen. Geraldine Steimel (26) spielt die Müllerstochter, die mit Hilfe des teuflischen Rumpelstilzchens Stroh zu Gold spinnen kann. Sie wird Königin und muss dafür ihr erstes Kind dem düsteren Gnom versprechen.

Die zweite Hauptrolle ist natürlich die des Rumpelstilzchens. Der Bösewicht von der Horkesgath ist im wahren Leben Anna-Lena Möwius, acht Jahre alt. Sie geht in die dritte Klasse der Astrid-Lindgren-Schule in Hüls. Unter dem mächtigen Schlapphut ist Anna-Lena dick mit Bartstoppeln bemalt. "Aufregend ist das schon", meint sie. Ihre beste Freundin Leonie Grunwald spielt auch in dem Stück mit. Der Premiere blickt sie aber mit relativer Coolness entgegen: "Es wird schon klappen. Wir haben ja viel geprobt."

Der Inline-Kunstlauf unterscheidet sich nur unwesentlich vom Eis- und Rollkunstlauf. Es ist eine Sportart, bei der die Teilnehmer ihr technisches Können, ihre ausdrucksvollen und ästhetischen Bewegungen mit Tempo und Eleganz verbinden. Er kann sowohl von Mädchen als auch von Jungen betrieben werden.

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