Silvia Pyttel Santa Claus
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Silvia Pyttel

New York. Was machen eigentlich 10.000 Weihnachtsmänner zusammengepfercht in einer New Yorker U-Bahn-Station? Sie pilgern gemeinsam zu einer der weltweit größten Weihnachtsmann-Versammlungen der Welt: der Santa-Convention.

Auch wenn politisches Engagement und gesellschaftlicher Aktionismus streckenweise vermisst werden – wenn es um gemeinschaftlichen Blödsinn geht, ist die internationale Jugend heute besser vernetzt denn je. So lassen sich für eine Kissenschlacht am Kölner Dom innerhalb weniger Minuten mehrere tausend Teilnehmer finden.

Das ist auch in New York nicht anders – oder vielleicht sind solche Aktionen gerade hier besonders einfach umsetzbar. So ist die Santa-Convention laut Aussage der Initiatoren nicht religiös, politisch oder kommerziell. Die Macher betonen sogar ausdrücklich, dass es sich um eine einhundertprozentig sinnfreie Veranstaltung handelt.

Man verkleidet sich – wie der Name schon sagt – als Weihnachtmann, Elfe oder Rentier und zieht anschließend gemeinsam durch die einzelnen Stadtteile, um angeheitert weihnachtliche Grüße auszusprechen, Zuckerstangen zu verteilen und Weihnachtslieder für Touristen zu singen. Einem eigens dafür entwickelten Nikolaus-Knigge können sogar die wichtigsten Verhaltensregeln entnommen werden. So findet man auch in den USA , wo niemand mit einer unverhüllten Weinflasche die Straße betreten darf, ohne gleich damit rechnen zu müssen, eine Nacht im Arrest zu verbringen, Mittel und Wege, dem Rausch zu frönen.

Am Samstagabend, wenn selbst der letzte Weihnachtsmann ein Taxi nach Hause ergattert hat, findet die Heiterkeit schließlich ein Ende. Noch liegt in New Yorks Straßen nämlich nicht genug Schnee für einen Schlitten. Und auch die Rentiere sehen nicht mehr richtig fahrtüchtig aus...

 

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