Auf dem Linner Golfplatz haben 78 junge Menschen um den Sieg gekämpft.

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Jana Lindenbuss, Franziska Knötsch und Malik Aziz Hamdan (v.l.) schwitzen auf dem Grün.

Jana Lindenbuss, Franziska Knötsch und Malik Aziz Hamdan (v.l.) schwitzen auf dem Grün.

Dirk Jochmann

Jana Lindenbuss, Franziska Knötsch und Malik Aziz Hamdan (v.l.) schwitzen auf dem Grün.

Krefeld. Die Sonne knallt vom Himmel. Am Horizont des Golfplatzes am Eltweg wehen die Blätter von Erlen, Pappeln und Birken leicht im Wind. Das Grün leuchtet, die Bunker (Sandgruben) im Hintergrund. Und 78 junge Teilnehmer schwitzen, um die 18 Löcher mit möglichst wenigen Schlägen zu bewältigen: Am Freitag fand das 5. Krefelder Jugend-Open des Krefelder Golf Clubs in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung statt. Hauptsponsor ist Kaufhof am Ostwall.

Kurz vor der Siegerehrung summt es wie in einem Bienenstock

Der jüngste Teilnehmer ist gerade einmal acht Jahre alt, der Älteste zählt 17 Jahre. Und alle wollen nur eins, nämlich einlochen - und damit gewinnen. Aber der Jugendwart Stephan Blum weiß: "Der Platz ist heute schwierig, weil er so nass ist. Da laufen die Bälle nicht so gut und bleiben liegen." In den letzten Tagen hätte es einfach zu viel geregnet. Er ist froh, dass "es überhaupt trocken geblieben ist."

Kurz vor der Siegerehrung summt es wie in einem Bienenstock, "Ruhe!" muss der Jugendwart mehrmals brüllen, bis sich die Aufregung ein bisschen legt. And the winner ist... Norman Laschewski, Heimatclub Düsseldorfer GC, im Brutto (ohne Vorgabe). 75 Schläge hat er gebraucht. Ob er zufrieden ist? Für seine Verhältnisse nicht, seit Oktober spielt der in der Nationalmannschaft mit.

"Nee", winkt der 18-Jährige ab. "Ich bin echt schlecht gestartet und hätte besser sein müssen." Am Platz hätte es auf jeden Fall nicht gelegen, sagt der junge Mann im blau-weiß-gestreiften Hemd. Der sei fast perfekt gewesen. Den Gewinn, einen silbernen Pokal, will er "zu den anderen ins Regal in meinem Zimmer" stellen, sagt er.

"Golf macht mir Spaß, weil Papa, Opa und Oma das auch spielen"

Max Philipp Ropinski, Sieger im Netto (mit Vorgabe), Klasse A, hat 37 Nettopunkte erkämpft. Er hat schon im vergangenen Jahr mitgemacht, aber keine Platzierung erreicht. Jetzt freut er sich über seinen Schläger, Eisen 7. "Ich werde mit ihm spielen", sagt er. "Vielleicht bringt er ja Glück." Denn eigentlich ist das Golfen ja mehr als ein Hobby für ihn, er will es "schon irgendwie professionell" spielen. Glück kann da sicherlich nicht schaden.

Bei Nicola Düx, der Siegerin im Netto, Klasse C (sie hat 42 Nettopunkte) sieht das anders aus. Der Elfjährigen macht Golf Spaß, "weil Papa, Opa und Oma das auch spielen."

Aber wenn es in diesem Jahr mit dem Gewinnen nicht geklappt hat, kein Problem für die Youngster: Im nächsten Jahr wird es auf jeden Fall ein 6. Krefelder Jugend-Open geben.

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