Andreas Franke reist rund um den Globus. Für die WZ berichtet der Krefelder von unterwegs.

Strand in der Margiot Bay auf St. Lucia.
Strand in der Margiot Bay auf St. Lucia.

Strand in der Margiot Bay auf St. Lucia.

privat

Strand in der Margiot Bay auf St. Lucia.

Krefeld. Wie wenig wie Kolumbus fühlten sich Weltumsegler Andreas Franke und Gereon Offermann samt Crew in den vergangenen Wochen. „Wegen einer Flaute mussten wir die Kapverdischen Inseln anlaufen. Damit ist unser erster Stopp nach Europa nicht die Karibik, sondern Afrika. Mit vielen anderen Seglern warten wir dort auf günstige Winde“, schreibt Franke in das Logbuch der Jacht Elessar, nachdem man im Sommer und Herbst einen ausgedehnten Mittelmeertörn unternommen hatte.

Doch dann ging es los. Zwei Wochen Atlantiküberquerung. „Nach dem Start hatten wir eher mäßige Winde bis Flaute. Also Fische fangen, baden in 5000 Meter tiefem Wasser und sonnen“, schreibt Andreas Franke. So sollte es aber nicht bleiben. Die so genannte „Barfußroute“ über den Atlantik – aufgrund des Klimas und der Witterung ist es auf Deck so warm, dass die Schiffsinsassen barfuß umherlaufen können – wurde auf einmal ungemütlich.

Die Elessar kämpfte gegen fünf bis sieben Meter hohen Wellen an

Der Wind erreichte in Böen die Stärke 8 und die Elessar kämpfte gegen fünf bis sieben Meter hohen Wellen an. „Wieder mal Pech gehabt: Barfuß in Gummistiefeln. Trotzdem wurde bei sechs Meter hohen Wellen der Waschtag eingehalten.

Und falls es zu sehr schaukelte und draußen regnete und stürmte wurde sich ein sicherer Sitzplatz gesucht“, so Franke. Erschöpft von wenig Schlaf freuten sicht alle vor Weihnachten auf das Etappenziel Barbados.

Nach sechs Tagen extremer Schaukelei gab es wieder Aussicht auf festen Boden. Silvester verbrachten die Segler der Elessar dann auf St. Lucia, wo man in der Rodney Bay bei etwa 30 Grad feierte. Das nächste Ziel wird Puerto Rico sein.

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