Die Sängerin drehte als Kind Pirouetten. Mit der WZ schaut sie ins private Fotoalbum.

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Im Programmheft entdeckt: Als Ungarin drehte Andrea Berg (links oben) 1982 in dem Märchen „Aschenputtel“ ihre Runden über das Eis. Große Lust auf Wettbewerbe im Eistanz hatte die Jugendliche damals nicht. Repro: Andreas Bischof

Im Programmheft entdeckt: Als Ungarin drehte Andrea Berg (links oben) 1982 in dem Märchen „Aschenputtel“ ihre Runden über das Eis. Große Lust auf Wettbewerbe im Eistanz hatte die Jugendliche damals nicht. Repro: Andreas Bischof

Im Programmheft entdeckt: Als Ungarin drehte Andrea Berg (links oben) 1982 in dem Märchen „Aschenputtel“ ihre Runden über das Eis. Große Lust auf Wettbewerbe im Eistanz hatte die Jugendliche damals nicht. Repro: Andreas Bischof

Rainer Jensen, Bild 1 von 2

Im Programmheft entdeckt: Als Ungarin drehte Andrea Berg (links oben) 1982 in dem Märchen „Aschenputtel“ ihre Runden über das Eis. Große Lust auf Wettbewerbe im Eistanz hatte die Jugendliche damals nicht. Repro: Andreas Bischof

Krefeld. Andrea Berg ist nicht nur Schlagerkönigin, sondern auch Eisprinzessin. Dem KEV war sie jahrzehntelang verbunden. Zum 75-jährigen Bestehen des Vereins hat sie für die Westdeutsche Zeitung im privaten Fotoalbum geblättert und wurde fündig.

„Die Freundschaft begann, als ich mit meinen Eltern das Weihnachtsmärchen besuchte“, erzählt die erfolgreiche Sängerin. „Da wollte ich auch mitmachen.“ Kurz entschlossen meldeten die Eltern das Mädchen im Verein an. „Ich habe als Kind und später als Teenager meine Freizeit in der Rheinland- und Werner-Rittberger-Halle verbracht. Es war eine prima Zeit.“

Der Eiskunstlauf sei ein schöner, ausdrucksstarker Sport, der Musik und Bewegung miteinander verbinde, sagt Berg weiter. Ihre starke Musikalität zeigte sich schon damals. „Der Sport hat mich auch vor mancher Dummheit bewahrt. Einmal habe ich versucht, mit meinen Freundinnen hinter der Turnhalle meiner Schule in Horkesgath zu rauchen. Als ich mittags beim rückwärts Übersetzen auf dem Eis einen Hustenanfall bekam, habe ich gedacht, es zerreißt mir die Lunge. Ich habe bis heute keine Zigarette mehr angerührt.“

Im ZDF-Wintergarten zeigte sie ihr Kufen-Talent

Leidenschaft und Talent zum kalten Sport haben sie schnell ins Weihnachtsmärchen gebracht, das heute als Fanprojekt des KEV gemeinsam mit dem Eissportverein Krefeld aufgeführt wird. „Ich war das Grottenungeheuer oder die Vogelscheuche. Rollen, wie auf den Leib geschnitten“, sagt Andrea Berg lachend. Außerdem drehte sie 1982 als Ungarin im Märchen „Aschenputtel“ ihre Runden.

Während sie Pirouetten auf dem Eis trainiert hat, saß Mutter Helga an der Nähmaschine und fertigte Kostüme. Vater Hans-Jürgen, seines Zeichens Elektriker und bei der freiwilligen Feuerwehr tätig, verhalf den Beleuchtern zum ersten Verfolger-Scheinwerfer und unterstützte Trainer und Regisseur Istvan Szenes mit Walkie-Talkies. „So konnten sich die Akteure leichter quer durch die Halle verständigen.“

Name Andrea Berg heißt eigentlich Andrea Ferber, denn sie ist seit 2007 mit dem Hotelier Uli Ferber verheiratet. Geboren wurde sie in Krefeld am 28. Januar 1966 als Andrea Zellen.

Karriere Andrea Bergs musikalische Karriere begann 1992. Zählt man Plattenverkäufe, Chartplatzierungen und Preise zusammen, so gehört Andrea Berg zu den erfolgreichsten Schlagersängerinnen Deutschlands.

Tournee Andrea Berg startete gestern in Stuttgart ihre „Abenteuer“-Tour. Rund zweieinhalb Stunden will die 45-Jährige von der Bühne aus ihre Fans begeistern. Die Tour macht auch Station in Österreich und der Schweiz. Im Fokus steht natürlich das neue Album „Abenteuer“, das Dieter Bohlen produziert hat. Mit der Platte landete sie laut der Marktforschungsfirma Media Control in den Jahrescharts 2011 auf dem elften Platz.

Weitere Termine Die weiteren Tournee-Termine: 14. Januar: Köln, 15. Januar: Hannover, 21. Januar: Hamburg, 22. Januar: Kiel, 29. Januar: München, 4. Februar: Bamberg, 5. Februar: Erfurt, 10. Februar: Dortmund, 11. Februar: Bremen. Die Tournee endet am 31. März im Ruhrgebiet, in Oberhausen.

www.andrea-berg.de

Lust auf große Wettbewerbe hatte Andrea Berg nicht. „Als Teenager war ich dafür auch schon zu alt. Wir waren jedoch eine tolle Truppe mit Ina Bauer als Aushängeschild. Für mich kamen dann auch bald meine Ausbildung in der Arztpraxis mit ihrem Notdienst und die Musik hinzu.“

Für die jungen Eisläufer hatte sie dennoch Zeit. „Als Trainerin für das Weihnachtsmärchen musste ich dafür sorgen, dass die ganz kleinen Engelchen zum Schluss der Aufführungen sicher aus ihrem Paket gestolpert sind.“

Später hat sie mit ihrer Laufkunst noch einmal Furore gemacht. „Es war beim ZDF-Wintergarten. Ich sollte auf dem Eis singen, und man hatte mir vorsichtshalber einen Teppich auf die glatte Fläche gelegt.“ Das war nichts für Andrea Berg. Die Matte kam weg. Wie erstaunt waren die Fernsehleute und später das Publikum, als sie ihren Song mit eleganten Schwüngen auf dem glitzernden Eis begleitete.

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