Yachten, Frachter, Schlepper und Schlachtschiffe ziehen beim Schaufahren ihre Bahnen.

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In den detailgetreuen Nachbauten stecken oft viele hundert Arbeitsstunden.

In den detailgetreuen Nachbauten stecken oft viele hundert Arbeitsstunden.

In den detailgetreuen Nachbauten stecken oft viele hundert Arbeitsstunden.

Krefeld. Schnittige Yachten, große Frachter, starke Schlepper und gewaltige Kriegsschiffe gleiten über das Wasser. Jährliches Schaufahren des Modellbauclub Krefeld e.V. im Freibad Hüls begeistert Groß und Klein. Die Freibadsaison ist beendet, steht auf einem Schild am Eingang des Freibades in Hüls. Jedoch ist dort am Wahlsonntag bei strahlendem Sonnenschein einiges los gewesen. Der Modellbauclub Krefeld e. V. hat zum alljährlichen Schaufahren geladen. Nicht nur zu Wasser, auch an Land können sich die Besucher die aufwendig gebauten Modelle anschauen.

Ein Modell der "Scharnhorst" im Maßstab 1:100 wird von seinem Erbauer behutsam zu Wasser gelassen. Das ferngesteuerte Dampfschiff der kaiserlichen Marine sticht majestätisch in See, dabei erklingt der Marsch "Preußens Gloria" von einem Tonbandgerät innerhalb des Schiffes. Ein weiterer Clou dieses Schiffes ist der Dampf, der aus allen vier Schornsteinen stößt.

Ein Dampfschiff geht plötzlich unter

Doch was dann geschieht, lässt jeden Modellbaufreund aufschreien. Das Dampfschiff sinkt langsam auf den Grund des Schwimmbeckens. Genauso wie es gesunken ist, taucht es kurze Zeit später von ganz alleine wieder auf. Eine Pumpe im Schiffsrumpf befördert die insgesamt 25 Liter Wasser wieder heraus. Bei diesem besonderen Modell handelt es sich um ein ferngesteuertes U-Boot welches in mühevoller Kleinarbeit zur legendären "Scharnhorst" umgebaut wurde.

Viel Arbeit steckt auch in den beiden Modellen des Meerbuscher Heinz Ohlings. An seiner 2,51 Meter langen und 75 Kilogramm schweren "Bismarck" baute er insgesamt sieben Jahre. "Die Pläne für die Bismarck habe ich mir 1967 gekauft und zwar genau in der Woche, in der ich meine Frau kennengelernt habe.", erinnert sich Heinz Ohlings noch genau.

800 Stunden Arbeit an der Graf Spee

Über 800 Stunden stecken in seinem neuesten Projekt, einem 1,80 Meter langen Modell des Kriegssschiffs "Graf Spee". Doch fertig ist es noch lange nicht. "Auch dieses Schiff ist kein Bausatz, sondern komplett von mir detailgetreu konstruiert. Verbaut werden größtenteils extra angefertigte Bauteile, aber auch Plastikgegenstände aus dem Alltag sind für den Modellbau sehr interessant. Zum Beispiel den Katapult für das Bordflugzeug habe ich aus einem handelsüblichen Abflussrohr gebastelt", erzählte Ohlings weiter.

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