Rudi Neuhausen erfand vor 40 Jahren den „Doktor humoris causa“.

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Rudi Neuhausen mit einer historischen Nordpolaner-Standarte.

Rudi Neuhausen mit einer historischen Nordpolaner-Standarte.

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Rudi Neuhausen mit einer historischen Nordpolaner-Standarte.

Krefeld. Ein waschechter Krefelder, heimatverbunden und sozialengagiert, wird am Sonntag 90. Rudi Neuhausen, am 19. Februar 1922 in Krefeld geboren, übrigens auch an einem Tulpensonntag, hat sich in seiner Vaterstadt beispiellos für Brauchtum und gesellschaftliches Miteinander eingesetzt.

Der Inhaber des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Krefelder Stadtsiegels war lange Jahre dem Karneval eng verbunden und aktives Vorstandsmitglied bei der Krefelder Familienhilfe. Dort betreute er über viele Jahre deren Zeitschrift „Krefelder Familie“.

Im Krefelder Erholungsheim „Waldgut Schirmau“ in der Eifel stellte er viele Jahre lang Unterhaltungsprogramme für Senioren zusammen. Seine Qualitäten als Entertainer bewies er dort und überall, wo er gebraucht wurde.

Günter Baier, der Vorsitzende der Familienhilfe, bezeichnet Neuhausen als „durch und durch angenehmen Menschen, dem die gesamte Stadt einiges zu verdanken hat“. So „ganz nebenbei“ hat Rudi Neuhausen sich auch erfolgreich als Autor betätigt. Sein Buch „Krefeld-Helau“ erschien 1975 und beleuchtet 600 Jahre Karneval am Niederrhein.

Über zehn Jahre hat es gedauert, bis Rudi Neuhausen sich ein Herz fasste und das Mundartwörterbuch von Willy Hermes „Krieewelsch van A bes Z“ ergänzte. Während Hermes sich auf „Mundart – Hochdeutsch“ beschränkte, ging Rudi Neuhausen umgekehrt vor. Bei ihm findet man zum Hochdeutschen die entsprechende Übersetzung in Mundart. Zeitlebens waren die Mundart und der Karneval die größten Leidenschaften. Der Jubilar fungierte über viele Jahre lang als Präsident der GKG Uzvögel, deren Fortbestehen ihm zu verdanken ist. Jetzt ist er bereits Ehrenpräsident. Inzwischen lebt er zurückgezogen an der Moerser Straße.

Vielseitig auch sein Engagement in den karnevalistischen Vereinigungen wie dem Arbeitskreis Krefelder Karneval (AKK). Seinen größten Coup landete der begeisterte Karnevalist jedoch vor 40 Jahren mit der Erfindung des Doktor humoris causa. Und nicht zuletzt ist ihm das „Heimatarchiv Krefelder Karneval“ in Oppum zu verdanken.

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