Pertaining to the Arts sind die Gewinner des Deutschen Pop Preises 2009. Bei der Verleihung standen sie zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne.

wza_1195x1500_612636.jpeg
Die Gruppe Pertaining to the Arts hat den Pop Preis 2009 gewonnen. Das Foto zeigt die sechs Musiker mit ihren Instrumenten im Schloss Engers in Neuwied.

Die Gruppe Pertaining to the Arts hat den Pop Preis 2009 gewonnen. Das Foto zeigt die sechs Musiker mit ihren Instrumenten im Schloss Engers in Neuwied.

Elena Arkhipova

Die Gruppe Pertaining to the Arts hat den Pop Preis 2009 gewonnen. Das Foto zeigt die sechs Musiker mit ihren Instrumenten im Schloss Engers in Neuwied.

Krefeld. Sie kamen, spielten und siegten - und kannten sich dabei erst zwei Monate. So kurz und prägnant lässt sich die noch junge Erfolgsgeschichte der Band Pertaining to the Arts zusammenfassen. Die Gewinner des Deutschen Pop Preises 2009, der bereits Luxuslärm und Silbermond zu einer steilen Karriere verhalf, haben sich vorgenommen, dieses Jahr die Bühnen Deutschlands zu erobern.

"Der Name Pertaining to the Arts ist mir bereits 2003 eingefallen und bedeutet übersetzt ,bezogen auf die Kunst’", sagt der Krefelder René Heinze, Pianist und kreativer Kopf der Band. "Doch damals gab es noch keine feste Besetzung an den Instrumenten, ich war die einzige Konstante."

Heinze opfert seine gesamte Freizeit der Musik und sieht sich in erster Linie als Songwriter. "Wenn ich nicht gerade mit meinem vierjährigen Sohn Lego spiele oder Benjamin Blümchen höre, tüftle ich ständig an neuen Liedern", sagt er. Das musikalische Talent hat er von seinem Opa geerbt: "Er hat mir immer alte Schinken am Klavier vorgespielt und ich konnte sie ohne Probleme nachklimpern", erinnert er sich. An die Musikschule denkt er dagegen nur mit Grausen zurück. "Ich habe mich gelangweilt, weil ich lieber eigene Stücke komponiert habe, statt fertige zu spielen." Bis heute arbeitet er nicht mit Noten, sondern nur mit seinem Gedächtnis.

Für den Deutschen Pop Preis hat sich Heinze beworben, als er noch ganz alleine musikalisch aktiv war. Doch als die Einladung für den 12. Dezember nach Wiesbaden kam, musste eine Live-Besetzung her. Über einen Freund lernte er Christian Dza kennen.

Für den großen Auftritt hat die Gruppe nur zweimal geprobt

"Er sieht aus wie Bob Marley und spielt Bratsche - das gibt der Band das gewisse Etwas, akustisch wie auch optisch", findet Heinze.

Der "Deutsche Rock & Pop Preis" ist Deutschlands ältestes und erfolgreichstes Nachwuchsfestival für Rock- und Popmusikgruppen sowie für Einzelinterpreten. Der Preis wird in über 80 Kategorien vom Deutschen Rock & Pop Musikerverband und von der Deutschen Popstiftung verliehen.

René Heinze (Piano), Eva-Jeanette Behrend (Gesang), Christian Dza (Bratsche), Patrick Labussek (Bass), Dirk Paulussen (Gitarre) und Herry Rubarth (Schlagzeug) belegten in den Kategorien "Deutscher Pop Preis 2009", "Bester englischer Song 2009" und "Beste Studioaufnahme 2009" den ersten Platz. Ihr Album "Chilly Season" wurde ebenfalls in zwei Kategorien mit dem zweiten und dritten Platz ausgezeichnet.

Dza ließ sich nicht lange bitten. "Ich probiere mich gerne aus und wollte mich nie nur auf klassische Musik festlegen", sagt er. "Außerdem habe ich eine Mission: Ich will dazu beitragen, mein Instrument bekannter zu machen."

Ebenso schnell und unkompliziert waren die anderen Bandmitglieder gefunden. "Als wir dann beim Pop Preis das erste Mal gemeinsam auf der Bühne standen und den Song ,Ready To Live’ spielten - nach nur zwei gemeinsamen Proben wohlgemerkt -, waren wir eins", erinnert sich Dza. "Das war so ein magischer Moment, von dem Pärchen manchmal sprechen, wenn sie von ihrer esten Begegnung erzählen."

Auch die Jury ließ sich von den sechs Musikern und ihrer Rock-Pop-Mischung verzaubern und krönte sie zu den Siegern des Abends. "Nun wollen wir die durch den Preis erzeugte Aufmerksamkeit nutzen, um richtig durchzustarten", sagt Heinze. Seine Schwiegermutter, die etwas abergläubisch ist, hat bereits eine günstige Prognose abgeliefert: "Nach dem chinesischen Horoskop ist 2010 das Jahr des Tigers, das Tierkreiszeichen, in dem auch ich geboren wurde. Die Sterne stehen also günstig."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer