Im zurückliegenden Jahr sind im Botanischen Garten 931,9 Millimeter Niederschlag gemessen worden.

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Typisches Bild für den Sommer 2009: Durch starke Regenfälle bildeten sich Pfützen auf den Straßen. (Archiv

Typisches Bild für den Sommer 2009: Durch starke Regenfälle bildeten sich Pfützen auf den Straßen. (Archiv

L. Strücken

Typisches Bild für den Sommer 2009: Durch starke Regenfälle bildeten sich Pfützen auf den Straßen. (Archiv

Krefeld. Die Wetter-Messstation im Botanischen Garten hat jetzt die Messungen für das gerade abgelaufene Jahr 2009 abgeschlossen und die Niederschlagsmenge auf sage und schreibe 931,9 Millimeter addiert. Das durchschnittliche Jahresmittel an Regenfällen für Krefeld und den Niederrhein liegt dagegen bei rund 750 Millimetern Niederschlag, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Damit liegen die aktuellen Werte deutlich über dem Soll. Wenn man dazu noch die Werte von 2007 (870 Millimeter) und 2008 (776 Millimeter) vergleicht und nachliest, dass auch diese beiden Jahre nicht gerade als Jahre mit Superwetter und Supersommern in die Statistik eingingen, dann kann es für 2009 nur ein Fazit geben: Was das Wetter angeht, so schnell wie möglich vergessen.

Zu diesem Negativurteil trägt auch die Tatsache bei, dass ausgerechnet im Hochsommermonat Juli mit 193,9 Millimetern die mit deutlichem Abstand meisten Niederschläge in einem Monat des Jahres fielen. Die sintflutartigen Niederschläge vom 3.Juli werden vielen Krefeldern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Auch der goldene Herbst blieb aus: Die Sonne zeigte sich nur selten

Da blieb kein Faden Stoff an der Kleidung trocken. Und diese Kleidung war zwangsläufig auch eher reichlich als hochsommerlich knapp bemessen, denn kalt war es obendrein.

Wer nach einem eher kühlen, regnerischen Sommer auf einen goldenen Herbst gehofft hatte, wurde wieder enttäuscht. Der Oktober landete mit 120 Millimetern Niederschlag auf Platz drei der Statistik, knapp übertroffen nur vom ohnehin als Regenmonat geltenden November mit 129,4 Millimetern.

Zu Beginn des Jahres 2009 hatte sich Krefeld bereits über Wochen in Eis und Schnee gehüllt. Doch nachdem der Schneefall erst einmal die Stadt in sein schmutzig-weißes Tuch gehüllt hatte, blieb das Wetter über Wochen froststarrend stabil. 48,8 Millimeter Niederschlag wurden für den Januar notiert, der sich ungefähr zur Hälfte auf den Schneefall zu Monatsbeginn und den Tauregen zum Monatsende aufteilte.

Der Februar brachte 52,6 Millimeter, der März 81,0 und der April war der regenärmste Monat des Jahres mit 32,0 Millimetern Niederschlag. Ein regenarmer April ist nie ein gutes Zeichen, jedenfalls nicht für einen schönen Sommer, heißt es dazu von der Stadtverwaltung

Der Mai, üblicherweise regen- und vor allem gewitterreich, brachte es auf vergleichsweise bescheidene 33,0 Millimeter, weil es einfach zu kühl für eine Wetterumstellung "auf Sommer" blieb.

Die Gewitter kamen dann eher im Juni, was 64,8 Millimeter Niederschlag belegen. Im August wurden 47,7 und im September 37,5 Millimeter Niederschläge notiert.

Und der Dezember nahm sich mit 91,2 Millimetern ein gerütteltes und geschütteltes Maß an Niederschlägen mit Schnee und Regen heraus, doch "weiße Weihnachten" waren den Krefeldern dabei nicht vergönnt. Red.

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