Hunderte feiern eine bunte Party rund um die Josefskirche. Das neue Konzept kommt an.

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Verkleiden, basteln, spielen: Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Fest ohne Grenzen.

Verkleiden, basteln, spielen: Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Fest ohne Grenzen.

Die Gewinner des ersten Preises des Kulturfestivals KReativ gegen Rassismus: Marius an der Gitarre und Nachwuchs-Rapper Levent.

Andreas Bischof/Egon Traxler, Bild 1 von 2

Verkleiden, basteln, spielen: Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Fest ohne Grenzen.

Krefeld. Der Kleinste wurde zum Größten. Der elf Jahre alte Levent Ünal rappt sich beim „Fest ohne Grenzen“ in die Herzen der Jury und der zahlreichen Besucher. Der Schüler, der am Arndt-Gymnasium in die sechste Klasse geht, erhält mit seinem Mitschüler Marius (Gitarre) den ersten Preis des Kulturfestivals KReativ gegen Rassismus, zu dem das Bündnis für Demokratie und Toleranz aufgerufen hatte.

Der junge Rapper von der Ritterstraße stellte damit sogar den Oberbürgermeister und auch den Eishockey-Nationalspieler Sinan Akdag von den Pinguinen in den Schatten. Diese beiden überreichen die Trophäen für den zweiten Preis an die Band „Surpassed“ vom Freizeitzentrum Süd und an die drittplazierte Theatergruppe aus dem polnischen Poznan, die derzeit Gast des Jugendamtes in Krefeld ist.

Für das Fest ohne Grenzen ließ Levent sogar ein Fußballspiel sausen

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Verkleiden, basteln, spielen: Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Fest ohne Grenzen.

Verkleiden, basteln, spielen: Vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Fest ohne Grenzen.

Die Gewinner des ersten Preises des Kulturfestivals KReativ gegen Rassismus: Marius an der Gitarre und Nachwuchs-Rapper Levent.

Egon Traxler, Bild 1 von 2

Die Gewinner des ersten Preises des Kulturfestivals KReativ gegen Rassismus: Marius an der Gitarre und Nachwuchs-Rapper Levent.

Levent Ünal hatte für seinen Auftritt sogar ein Punktspiel seiner Junioren-Mannschaft beim KFC Uerdingen sausenlassen. Seine Mutter Nilgün Binbay (37) ist beim Maschinenbauer Siempelkamp im Vertrieb für die Türkei zuständig. Zum Erfolg ihres Sohnes meint sie: „Das war für uns völlig überraschend. Auch deshalb, weil die beiden das erste Mal zusammen auf der Bühne standen.“ Sie sei auch deshalb stolz auf den Preis und ihren Sohn, weil das ein konkreter Beitrag zum besseren Verstehen des Denkens junger Menschen sei, die hier heimisch werden möchten.

Das neue Konzept des Bündnisses hat sich in der Praxis bewährt. Einerseits blieb der Folklorecharakter mit dem bewährt bunten und internationalen Angebot bestehen.

Andererseits fand die pointierte Orientierung auf die Jugend großen Beifall. Der KReativ-Wettbewerb wird sicher fester Bestandteil dieses Festes im Süden der Innenstadt.

Integration heißt in dieser Nation, sein Leben finanzieren, jeden akzeptieren, nicht seine Glaubwürdigkeit zu verlieren und ein deutsches Deutschland zu kreier’n.

Für Integration ist hier der Ort, denn normal und behindert ist ein Wort, denn keine Integration ist wie ein Mord.

Vielleicht wurdest Du in ner Ecke geschlagen, wer weiß vielleicht von Kopf bis Magen.

Verschieß Dein Leben nicht wie Arjen Robben, denn wir werden Dich hier nicht mobben. Wie Du bist, ist völlig egal, denn hier bist Du auch legal.

Der neue Partner Jugendbeirat hat nicht nur Gelegenheit „Flagge zu zeigen“, wie dessen Vorsitzender Lars Schaefer (Fabritianum) in seiner Begrüßung sagt, sondern kann in Person seiner Stellvertreterin Jelena Siebert als Co-Moderatorin Bühnenreife unter Beweis stellen.

Am Südring haben 40 Prozent aller Bürger einen Migrationshintergrund

Beziffern lässt sich die Zahl der Besucher nicht, die am Samstag zwischen 13 und 20 Uhr das Fest an der Josefkirche besuchen. Es sind Hunderte, wenn nicht Tausende. Im Wahlbezirk Südring wohnen rund 13 000 Menschen, von denen 5000 (fast 40 Prozent) keine deutschen Vorfahren haben. Das Motto diesmal: „Gemeinsam gegen Rassismus“, gemeint sind damit auch die verdeckte oder offene Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. Erinnert wird von Pfarrer Albert Koolen vom Bündnis auch an den Antikriegstag an diesem 1. September.

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