Beim „Markt der Möglichkeiten“ der Freiherr-vom-Stein-Realschule informieren Firmen über verschiedene Berufsbilder.

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Am Stand des Hauptzollamtes können die Schüler sehen, was den Beamten bei ihrer Arbeit so alles ins Netz geht.

Am Stand des Hauptzollamtes können die Schüler sehen, was den Beamten bei ihrer Arbeit so alles ins Netz geht.

Andreas Bischof

Am Stand des Hauptzollamtes können die Schüler sehen, was den Beamten bei ihrer Arbeit so alles ins Netz geht.

Krefeld. Sich als junger Mensch für einen Beruf zu entscheiden, ist nicht leicht. Wenn einem dabei ein bisschen unter die Arme gegriffen wird, kann das nicht schaden: Am Samstag veranstaltete die Freiherr-vom-Stein-Realschule von 10 bis 13 Uhr zum zweiten Mal den „Markt der Möglichkeiten“. Dabei stellen sich regionale Unternehmen vor und stehen den Acht- bis Zehntklässlern Rede und Antwort.

Vor allem der Stand des Hauptzollamtes ist beliebt

Schulleiter Winfried Kettler lässt seine Schule an diesem Samstag gleich zwei Veranstaltungen ausrichten: Während sich im Erdgeschoss die Schule im Rahmen des Tags der offenen Tür präsentiert, geht es im ersten Stock um die Zeit nach der Schule. Insgesamt 19 Unternehmen werden dort von Mitarbeitern vorgestellt. „Natürlich ist das ein großer Aufwand, auch für die Kollegen, aber am Ende lohnt es sich für unsere Schüler“, erklärt Kettler.

Bereits zum zweiten Mal findet der Markt der Möglichkeiten statt. Das Angebot ist vielfältig: Von der Sparkasse Krefeld über den Chemiekonzern Evonik, das Hauptzollamt, die Bundeswehr bis zum Mercure-Parkhotel sind viele Branchen vertreten.

Dieses Jahr kann sich die Schule über sieben Unternehmen mehr als im Vorjahr freuen. Und erneut über großen Zulauf der Schüler. Besonders der Stand des Hauptzollamtes ist sehr gefragt: Dort sind Plagiate von Markenschuhen, ein Sack voller beschlagnahmter Tabletten und verbotene Waffen ausgestellt. Und eine große Bandbreite an Ausbildungsberufen wird präsentiert.

„Die Veranstaltung lohnt sich nicht nur für unsere Zehntklässler, die bald fertig mit der Schule sind, sondern auch für die etwas Jüngeren, bei denen Praktika anstehen“, sagt Nicole Kriedel. Die Biologie-Lehrerin ist für die Berufsberatung an der Freiherr-vom-Stein-Schule zuständig.

Die Auszubildenden Vanessa Peters und Marius Jochmann sind für Evonik an ihre alte Schule zurückgekehrt und führen einen Versuch mit einem Bindemittel aus Babywindeln durch. „Beim ersten Markt der Möglichkeiten waren wir auch schon hier. Und es macht wirklich Spaß, die Schüler sind sehr interessiert“, findet Vanessa Peters.

Einer der Interessenten ist Armin Zahirovic: „Ich glaube, ich möchte Chemikant werden“, sagt der Achtklässler. „Chemie ist mein Lieblingsfach – und der Beruf hört sich spannend an.“ Sein Freund Emre Chousein ist ganz begeistert vom Angebot der Bundeswehr: „Die bieten 60 Berufe an, und viele gefallen mir. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden.“

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