Jens Könen aus Krefeld hat ein preisgekröntes Orientierungssystem entwickelt. Die Fachhochschule Münster setzt es nun ein.

Design
Jens Könen – schon vor seinem Abschluss mit Preisen ausgezeichnet.

Jens Könen – schon vor seinem Abschluss mit Preisen ausgezeichnet.

Jens Könen – schon vor seinem Abschluss mit Preisen ausgezeichnet.

abi, Bild 1 von 2

Jens Könen – schon vor seinem Abschluss mit Preisen ausgezeichnet.

Krefeld. Selbst unkundige Besucher haben auf dem Leonardo-Campus der Fachhochschule Münster kein Problem „Von Da nach B“ zu kommen. Der Krefelder Jens Könen erleichtert ihnen den Weg mit Hilfe eines Orientierungssystems, das er mit seiner Kommilitonin Kristin Stratmann entwickelt hat. Es ist so gut, dass es die Hochschule sofort für den Neubau einsetzte. „Von Da nach B“ wurde darüber hinaus auch mit dem international renommierten Design-Preis, dem „red dot award“ ausgezeichnet. „Es war eine Aufgabe im Seminar mit den Fachschwerpunkten ,Kommunikations- und Produktdesign‘,“ berichtet Könen. „Wir sollten während des Semesters ein neues Leitsystem für das neue Fachbereichsgebäude erarbeiten. Es sollte gut umsetzbar und finanzierbar sein.“

Postkarten in Pink mit humorvollen Hinweisen

Die beiden Studierenden lösten die Aufgabe mit Witz und Verstand. Der erste Hinweis erfolgt im Foyer des Gebäudes. „Pinkfarbene Postkarten in DIN A6-Format hängen an einer Wand und machen schon aus der Ferne auf das Leitsystem aufmerksam. „Das ist aber der erste und letzte knallige Hinweis. Wir wollten darüber hinaus keine großen Pfeile oder ständigen Elemente als Ergänzung zur Architektur entwerfen. In Folge nimmt sich das Leitsystem zurück. Wir lassen die Wände frei für Ausstellungen“, berichtet der 30-Jährige, der an seiner Diplomarbeit schreibt.

Wer seinen Weg sucht, nimmt eine der Karten und folgt den darauf angegebenen humorvollen Hinweisen. Los geht es mit „Du bist da, wo der pinke Punkt ist und willst zu den pinken Kästen“. Danach folgen Hinweise wie „Mache eine halbe Drehung nach rechts“ oder „gehe zehn Schritte nach geradeaus“.

Es ist nicht die erste Auszeichnung, die der angehende Designer erhalten hat. Auch seine Plakatreihe „Klangbild“, die Jens Könen im Rahmen einer Semesterarbeit für die Musikhochschule Münster entwickelte, kam gut an. Der Inhalt seiner Diplomarbeit ist zwar noch geheim, könnte aber bald in Gaststätten eine Umsetzung erfahren. Mehr verrät der Krefelder noch nicht.

Mit dem „red dot design award“ kreierte das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Essen einen der international renommiertesten Designwettbewerbe. Allein im Jahr 2009 konnte der Wettbewerb über 13 000 Anmeldungen aus mehr als 60 Ländern verzeichnen.
 

Damit ist der Wettbewerb, der seine Ursprünge in der 1955 ins Leben gerufenen Produktausstellung des Industrieform hat, einer der größten Designwettbewerbe weltweit. Die Auszeichnung, hat sich international als Qualitätssiegel für gutes Design etabliert.

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