Christine Meiser kehrt nach schwerer Krankheit ins Josefshospital zurück.

Leukämie
Christine Meiser: In ihrem neuen Leben bekommt sie eine neue Arbeitsstelle.

Christine Meiser: In ihrem neuen Leben bekommt sie eine neue Arbeitsstelle.

Dirk Jochmann

Christine Meiser: In ihrem neuen Leben bekommt sie eine neue Arbeitsstelle.

Krefeld. Sie wird noch gebraucht – und darüber freut sich Christine Meiser riesig. Die 55 Jahre alte Krankenschwester war 2009 an der schwersten Form der Leukämie erkrankt und ist im vergangenen Jahr nach einer perfekten Knochenmarkspende mit anderer Blutgruppe neu geboren worden. Am 1. April kehrt Christine Meiser ins Uerdinger Josefshospital zurück – allerdings nicht mehr in den Pflegedienst, sondern als Stationssekretärin.

„Für mich ist eine neue Stelle geschaffen worden“, berichtet die 55-jährige Mutter von drei erwachsenen Kindern stolz. Noch zweieinhalb Jahre muss sie vorsichtshalber auf frisches Obst und Gemüse verzichten, stattdessen Diät halten bzw. tiefgefrorene Nahrung zu sich nehmen, die möglichst mit sterilen Einweghandschuhen zubereitet wird. Mit injizierten Kaninchen-Antikörpern (ATG) sollen immunologische Abwehrreaktionen unterdrückt werden. „Man gewöhnt sich an die Diät.“

Mit viel Papierkram hat Christine Meiser eine Rehabilitation verhindert. Die hatte ihr die gesetzliche Krankenversicherung bewilligt – und das, obwohl die Ärzte in der Essener Uni-Klinik und im St. Josefshospital dringend davon abgeraten hatten. Denn in Reha-Kliniken geht es beileibe nicht so steril zu, wie man vielleicht glauben könnte. Ein solcher Aufenthalt hätte für Christine Meiser lebensgefährlich werden können. Für die Krankenkasse war der von vornherein „nicht zu erwartende Reha-Erfolg“ der erste Schritt zur Verrentung der 55-Jährigen. Die aber fühlt sich so fit wie seit zwei Jahren nicht mehr und freut sich auf den 1. April.

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