137 Krefelder Schüler hoffen aufs Weiterkommen.

mathe-Olympiade
So wie dieser Schüler schwitzten am eigentlich freien Samstag rund 150 Kinder und Jugendliche über den kniffligen Aufgaben.

So wie dieser Schüler schwitzten am eigentlich freien Samstag rund 150 Kinder und Jugendliche über den kniffligen Aufgaben.

Andreas Bischof

So wie dieser Schüler schwitzten am eigentlich freien Samstag rund 150 Kinder und Jugendliche über den kniffligen Aufgaben.

Krefeld. Die 137 Schüler eint derselbe Traum: Sie wollen weiterkommen. Sie alle haben sich für den Regionalwettbewerb der 51. Mathematik-Olympiade qualifiziert.

Im Krefelder Arndt-Gymnasium ist es an diesem Samstag mucksmäuschenstill. Es herrscht Arbeits- und Klausuratmosphäre. Während die Fünft- bis Siebtklässler eher Knobelaufgaben lösen müssen, wird es bei den „Großen“ fachlich schwierig. „Doch immer nur so, dass die Aufgabe schwer, aber nicht unlösbar ist“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Heidi Schäfer. „Das motiviert mehr als einfache Aufgaben, die alle unterfordern.“

Mit einer Hausaufgabe fängt der Wettbewerb an. Die bekommen die Schüler mit nach Hause. Nur die Hälfte befasst sich wirklich mit der Lösung. „Wer ein Mathetalent hat, freut sich auch, das ausleben zu können“, sagt Michael Casper, selbst Mathe- und Chemielehrer. Derzeit unterrichtet er nicht, sondern arbeitet an der Uni Bochum und sitzt im Organisationsteam der Olympiade. Bei den Wettbewerben sieht er oft die gleichen Gesichter.

Bei den Mitschülern ist mathematisches Talent nicht so hoch angesehen. „Mit einem Defizit in diesem Bereich wird heute noch immer kokettiert. Eine Rechtschreibschwäche würde niemand zugeben“, so Schäfer, die Mathe und Musik unterrichtet. Umso wichtiger seien solche Wettbewerbe, in denen Schüler in eher „unbeliebten“ Fächern gefördert werden.

Beim Mathe-Wochenende geht es zu wie auf einer normalen Klassenfahrt

Wenn am Mittag die Schüler der teilnehmenden Krefelder Gymnasien und der Montessori-Gesamtschule ihre fertig gelösten Arbeiten abgeben, dann setzen sich gleich rund 30 Lehrer an die Korrektur. Punkte entscheiden über das Weiterkommen.

Am 17. Dezember werden die Namen der Teilnehmer verkündet, die es in die Landesrunde geschafft haben, die 30 besten bekommen ein Mathe-Wochenende auf Burg Bischofstein. „Da geht wie auf einer normalen Klassenfahrt immer erst sehr spät das Licht aus“, sagt Casper. Mit dem Unterschied, dass die Schüler bis in die Morgenstunden gemeinsam fachsimpeln und an Lösungen tüfteln.

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