Von der Vorabendserie zum TV-Krimi in Spielfilmlänge: Der gebürtige Krefelder Rechtsanwalt Ingo Lenßen recherchiert diesmal am Bodensee.

Fernsehen
Kabel, Leiter und Beleuchtung: Dreharbeiten zu „Lenßen der Film“.

Kabel, Leiter und Beleuchtung: Dreharbeiten zu „Lenßen der Film“.

Der Stoff im neuen Lenßen-Film ist ein anderer als in der bekannten Vorabendserie: Der Krimi spielt diesmal am Bodensee, und Sohn Bosse spielt mit.

Rechtsanwalt Ingo Lenßen – der gebürtige Bockumer mit dem markanten Bart kommt am 8. Januar in Spielfilmlänge auf den Bildschirm.

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Kabel, Leiter und Beleuchtung: Dreharbeiten zu „Lenßen der Film“.

Krefeld. Fans der Fernsehserie „Lenßen & Partner“ können sich freuen. Es gibt in fünf Tagen ein Wiedersehen mit dem Rechtsanwalt. Der gebürtige Bockumer mit dem markanten Bart ermittelt jetzt sogar in Spielfilmlänge. „Lenßen der Film“ heißt das neue Werk, das Sat1 am 8. Januar um 18.30 Uhr sendet. Die Dreharbeiten begannen nach Abschluss der Serie in 2009.

Der 90-Minuten-Film ist eine Familienproduktion. Ingo Lenßens Sohn Bosse spielt neben ihm eine Hauptrolle und seine Frau Georgia hat dafür die Produktionsfirma mit dem bezeichnenden Namen „Neue Moustache GmbH“ gegründet.

„Es war gut, ausreichend Zeit für eine Produktion zu haben“

Mit dem Film bricht der Jurist jetzt auf zu neuen Ufern. Es sind die Ufer des Bodensees, seiner neuen Heimat. Die Aufnahmen fanden an verschiedenen Orten wie Stockach, Bodman-Ludwigshafen oder Radolfzell statt. Einige Szenen spielen auch im Europapark in Rust. „Die Dreharbeiten erwiesen sich als völlig neue Erfahrung“, sagt der Anwalt. „Es war gut, ausreichend Zeit für eine Produktion zu haben.“

Mit der Vorabendserie hat das neue Format, abgesehen von den Schauspielern, nicht viel zu tun. „Die Thematik ist anders“, sagt Lenßen. „Im Film wird auch nicht mit verdeckten Kameras gearbeitet, es gibt keinen Sprecher aus dem Off und es findet keine klassische Detektivarbeit statt. Es ist eine Kriminalgeschichte für die ganze Familie entstanden. Sie gibt einen Einblick in Menschen in Extremsituationen.“

Zum Inhalt: Als der neunjährige Mücke in Lebensgefahr gerät, beginnt der bisher schwerste Fall von Ingo Lenßen und seinen Ermittlern. Denn der Junge ist nicht nur der Sohn seines ehemaligen Kollegen und Freundes Tekin Kurtulus, der vor Jahren bei einem Einsatz angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden ist. Der Anwalt ist auch der Patenonkel des Kindes. Mehrere Handlungsstränge laufen ineinander und sorgen für Spannung.

Ex-Handballer des TV Oppum spielt einen Krankenhaus-Arzt

„Lenßen der Film“ läuft am 8. Januar um 18.30 Uhr beim Privatsender Sat1. Mit 90 Minuten hat er Spielfilmlänge. Schon jetzt steht fest: Es wird einen zweiten Dreh in gleicher Länge geben. Die Dreharbeiten für den zweiten Spielfilm sind für den Sommer geplant.

Durch Ingo Lenßens Auftritte als Verteidiger in der Gerichtsserie „Richter Alexander Holt“ wurden die Sat1-Verantwortlichen auf den Mann mit dem markanten Gesicht aufmerksam. Er bekam sein eigenes Format und schreibt seitdem Erfolgsgeschichte. Mehr als 1000 Folgen sind von 2003 bis 2009 montags bis freitags ausgestrahlt worden.

Vorabend-Serie und Spielfilm sollen nichts mehr gemein haben: Im neuen fertigen Werk fehlen die verdeckten Kameras. Es ist ein Film für die ganze Familie.

„Es war toll, wie viel Unterstützung wir bei den Arbeiten gefunden haben“, erzählt Lenßen begeistert. „Als wir ein Gerüst am Krankenhaus brauchten, um durch die Fenster filmen zu können, war es im Handumdrehen montiert.“ Apropos Krankenhaus: Dort spielt mit Heinz Klausmann, ein früherer Orthopäde aus Krefeld und Handballer des TV-Oppum, einen Arzt.

Ansonsten ist die Crew von „Lenßen und Partner“ komplett am Set, alle Schauspieler aus dem Erfolgsteam, Kameraleute und technische Mitarbeiter sind mit dabei. „Kaum einer weiß, dass Tekin Kurtulus der Bruder von Mehmet Kurtulus ist. Dieser spielt als Nachfolger von Robert Atzorn als Hauptkommissar Cenk Batu beim NDR-Tatort einen verdeckten Ermittler.“

Dass Sohn Bosse, der eine ähnliche Haartracht trägt wie sein Vater, den plötzlichen Film-Ruhm nicht verkraften könnte, weist Lenßen entschieden von sich. „Er weiß, dass das Filmen mit Arbeit verbunden ist. Ich sorge dafür, dass er nicht abhebt.“ Dennoch wird es die Familie genießen, gemeinsam über den roten Teppich zu gehen. Das passiert zur Premiere am 5. Januar im Europapark Rust.

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