Planer Jürgen Monderkamp lädt ein zu einer „Reise ins Innere der Stadt“. Im Verborgenen gibt es viele Kleinode.

Einblicke
Das Studentenwohnheim an der Gladbacher Straße vom Innenblock aus gesehen: Eine große Grünfläche mit alten Bäumen lädt zum Erholen ein.

Das Studentenwohnheim an der Gladbacher Straße vom Innenblock aus gesehen: Eine große Grünfläche mit alten Bäumen lädt zum Erholen ein.

Das Studentenwohnheim an der Gladbacher Straße vom Innenblock aus gesehen: Eine große Grünfläche mit alten Bäumen lädt zum Erholen ein.

Krefeld. Hinter schroffen Mauern verbergen sich in Krefeld unzählige grüne Kleinode. Mal verwunschen, mal klar strukturiert – doch immer ein Ort der Ruhe und Erholung abseits des Lärms und der Hektik der Großstadt. Selbst hinter den monotonen Häuserfassaden der Philadelphiastraße eröffnen sich häufig großzügige Gärten oder Grünflächen mit altem Baumbestand und ausladendem Strauchwerk.

Stadtplaner Jürgen Monderkamp hat viele Orte besucht und aufgelistet. In einer neuen Präsentation unter dem Titel „Krefeld, liebenswert? Eine Reise ins Innere der Stadt“ stellt er „Krefelds wahre Werte“ vor.

An der St.-Anton-Straße liegt hinter der Mauer ein großes Hockeyfeld

Wer als Ortsunkundiger über die Einfahrtsstraßen in die Innenstadt fährt, beispielsweise aus St. Tönis kommend über die St.-Anton-Straße, der sieht an der Ampel Prinz-Ferdinand-Straße nur eine einst weiße überwucherte Mauer. Die alteingesessenen Krefelder nennen dieses Karree RWE-Block. Um die Ecke, am Preußenring 41, hatte einst das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Verwaltungsgebäude des RWE seinen Sitz. Ein Blick aus der Luft offenbart die Grünflächen hinter den hohen Mauern sowie ein großes, von stattlichen Bäumen umrahmtes Hockeyfeld – direkt neben der weißen überwucherten Mauer an der St.-Anton-Straße.

Ob drei Ecken weiter in Höhe des Westwalls, ob im Südbezirk oder östlich der Philadelphiastraße: immer wieder wird der Besucher von dem üppigen Grün überrascht. Monderkamp: „Die private Umfeld-Qualität ist in den innerstädtischen Wohnlagen – unabhängig vom Zustand der Gebäude sowie der anzutreffenen sozialen Verhältnisse – oftmals erheblich besser als die ernüchternden benachbarten Straßenräume suggerieren.“

Dieses Pfund soll im Rahmen des Stadtumbaus West noch stärker in den Fokus der planerischen Bemühungen rücken.

Wie das aussehen könnte, haben die einzelnen Hauseigentümer, über die unter dem Namen Stadtpioniere in der „Heimat“ und der WZ berichtet wurde, vor längerer Zeit vorgestellt.

Krefelds grüne Innenhöfe und Karrees sind ein Pfund, mit dem die Stadt wie Samt und Seide immer noch zu wenig wuchert.

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer