Die Krefelder Hütte in Kaprun präsentiert sich saniert und erweitert. Außen wie innen hat sich einiges verändert.

Die neuen Lärchenschindeln an der Fassade leuchten in der Sonne.
Die neuen Lärchenschindeln an der Fassade leuchten in der Sonne.

Die neuen Lärchenschindeln an der Fassade leuchten in der Sonne.

Wintertags belagern die Skifahrer die Krefelder Hütte. Mit den Wanderern können sie sich über eine neue Ausstattung freuen.

NN, Bild 1 von 2

Die neuen Lärchenschindeln an der Fassade leuchten in der Sonne.

Krefeld/Kaprun. Ein kleines Stückchen Heimat am Kitzsteinhorn – so nennt Heinz Braun liebevoll die Krefelder Hütte der Sektion Krefeld des Deutschen Alpenvereins in Kaprun, wo er seit 1982 Hüttenwart ist. In der Wintersaison besuchen am Tag etwa 300 bis 500 Skifahrer das große holzgetäfelte Haus und genießen das Panorama und die herrliche Sonnenterasse. 56 Gästen bietet die Hütte auch Unterkünfte und Schlafmöglichkeiten.

Schlangestehen vor den Toiletten gehört der Vergangenheit an

Um es den Urlaubern so angenehm wie möglich zu machen, wurde das Haus im vergangenen Jahr umfangreich saniert und erweitert. „Es war eine nicht hinnehmbare Situation was die sanitären Anlagen betrifft. Die Frauen standen Schlange, nur um auf die Toilette zu gehen“, schildert Heinz Braun die damalige Situation vor Ort. Daher entschied sich die Krefelder Sektion, Anfang 2011 den Missständen ein Ende zu bereiten und gleich noch einige anderen Dinge auf der Prioritätenliste anzugehen.

So wurden in der knapp dreimonatigen Umbauphase, von Juli bis Ende September, die Anzahl der Damentoiletten gleich verdoppelt und auch den Herren mehr sanitäre Anlagen zugesprochen sowie die Badbereiche um weitere Duschen ergänzt. Komplett neue Wand-, Decken-, und Fußbodenbeläge in warmem Gelb runden nun die Optik ab.

Die Fassade ist mit Holzschindeln isoliert worden

Geplant war auch, das Innere der Hütte großzügiger und freundlicher zu gestalten. Der Eingangsbereich wurde auf 30 Quadratmeter vergrößert und ein Schuhraum mit beheizbaren Schuhständern für 48 Paar, daran angebaut. „Der Flurbereich wurde von 1,20 Metern auf zwei Meter erweitert“, erzählt Heinz Braun weiter. Neue Polsterbezüge und Vorhänge in den Räumen sollen eine familiärere Atmosphäre entstehen lassen. Ein ehemaliges Lager für 14 Personen wurde ebenso großzügig umgebaut und bietet jetzt Platz für eine Gruppe von sechs Personen.

„Außerdem haben wir angefangen, die Hütte ringsherum mit Lärchenschindeln zu verkleiden, was der Isolierung dient“, so Braun. Ein festgestellter Balkenschaden hatte die Bauarbeiten um gut vier Wochen verzögert. Jedoch konnten die Arbeiten noch vor Beginn der Wintersaison fertiggestellt werden. Nun hofft der Hüttenwart, dass viele der fast 1600 Mitglieder der Krefelder Sektion und natürlich auch alle anderen Interessenten ihren Skiurlaub in der Krefelder Hütte am Kitzsteinhorn, dem „Hausberg der Krefelder“ verbringen und sich vom neuen Erscheinungsbild überzeugen lassen.

Die Krefelder Sektion hat knapp 1600 Mitglieder. Die Krefelder Hütte wurde 1907 gebaut. „Prominente Leute hatten damals als einzige das Geld dafür, und konnten es sich leisten, in die Berge zu fahren“, so Heinz Braun. „Damals gab es noch keine künstlichen Aufstiegsmöglichkeiten so wie heute.“

Wer gerne einmal selbst die Krefelder Hütte in Kaprun besuchen möchte, bekommt im Internet nähere Informationen. www.alpenverein-krefeld.de, www.krefelderhuette.de
 

Die Wintersaison geht noch bis Anfang Mai.
 

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