Einzelhändler bieten Infos über ihr Angebot, Pfadfinder schicken Eltern Grüße und Handballer berichten über Ergebnisse.

Einzelhändler bieten Infos über ihr Angebot, Pfadfinder schicken Eltern Grüße und Handballer berichten über Ergebnisse. Hier finden Sie einige QR-Codes zum Ausprobieren. Achtung: Das hier sind Android-Angebote.
Frank Herding zeigt die App „Call my Apo“, mit der schnell Medikamente bestellt werden können.

Frank Herding zeigt die App „Call my Apo“, mit der schnell Medikamente bestellt werden können.

Dirk Jochmann

Frank Herding zeigt die App „Call my Apo“, mit der schnell Medikamente bestellt werden können.

Krefeld. „Es ist bewusst einfach gehalten“, sagt Frank Herding über die App „Call my Apo“, mit der die Rathaus-Apotheke in Bockum ihren Kunden die Bestellung von Medikamenten erleichtert. Um zu erfragen, ob das gewünschte Präparat vorhanden ist, braucht man nur ein Bild, einen Text oder eine Sprachaufnahme mittels App an die Apotheke schicken. „Wir melden uns binnen Minuten zurück und sagen Bescheid, ob das Medikament vorrätig ist oder bestellen es direkt.“

Von der App werden dafür keinerlei persönliche Daten genutzt. Seit August bietet Herding das unkomplizierte Verfahren an. Es werde bisher zehn bis 15-mal im Monat genutzt. „Es geht langsam los, die App ist vor allem für Kunden interessant, die wenig Zeit haben.“ Nach wie vor würden Herdings Kunden jedoch einen persönlicheren Kontakt bevorzugen. „Die meisten Kunden telefonieren noch mit uns und halten auch gerne ein Schwätzchen“, sagt Herding. Hier geht es zur App der Rathaus-Apotheke.

Die Schmeckerei

Die Kunden von Nadine’s Schmeckerei erfahren schon um 5.30 Uhr per App, was der „Schnapper des Tages“ ist. Das habe einen erheblichen Einfluss auf den Verkauf. „Wenn die Leute schon am Morgen erfahren, dass unser Leberkäsebrötchen heute nur 60 Cent anstatt 1,60 Euro kostet, merken wir das deutlich“, sagt Geschäftsführerin Nadine Dorau, die zusammen mit ihrer Mutter den traditionellen Metzgereibetrieb der Familie aufgepeppt hat.

Neben tagesaktuellen Angeboten erfahren die Kunden über die ansprechend gestaltete Anwendung auch kleine Neuigkeiten aus dem Schmeckerei-Universum, oder bei welchen Veranstaltungen in der Region das Team vertreten ist.

Die App ist seit einem Jahr fester Bestandteil des Familienbetriebs geworden und wird von Kunden aller Altersgruppen genutzt. „Unser erster Nutzer war 52 Jahre und er war sehr stolz darauf“, sagt Dorau, die das Gefühl hat, dass die App der Schmeckerei eine größere Kundenbindung beschert hat. „Man hat einen näheren Bezug und einen direkteren Kontakt, da unsere Kunden die Neuigkeiten direkt auf dem Handy sehen.“ Hier geht es zur App der Schmeckerei für iOS- und Android-Geräte.

Handball-Jugend

Studenten der HS Niederrhein wollen eine App entwickeln, die es Flüchtlingen erleichtert, sich zu orientieren. „Unsere App soll einem Flüchtling zur Seite stehen – von der Ankunft bis zur Asylgenehmigung“, erklärt Informatikstudent Felix Fröhling. Der 20-Jährige hat festgestellt, dass es Flüchtlings-Apps gebe, die viel Text auf wenig Platz darstellen und es gerade Fremdsprachigen schwer machen würden. „Unsere App soll in mehreren Sprachen angeboten werden.“

„Alle Spieler ab der C-Jugend nutzen unsere App“, sagt Björn Reinartz, Jugendleiter vom TV Oppum. In den ersten drei Wochen nach Erscheinen der Handball-App habe jeder Nutzer sich zwei bis drei Minuten pro Tag damit beschäftigt. Diese Zeit reicht aus, um sich schnell über Spielergebnisse, Tabellen oder Spielpläne zu informieren. 260 Handballverrückte machen das bis heute. Besonders nach Spieltagen, wenn über die App berichtet wird, wie die letzten Partien gelaufen sind. „Das kommt bei uns sehr gut an“, freut sich Reinartz. Hier geht es zur Handball-App.

Fahrpläne und Tickets

„Wir stellen fest, dass vor allem jüngere Leute unsere App nutzen, aber es gibt auch ältere Herrschaften, die das ausprobieren“, sagt Dirk Höstermann von den Stadtwerken Krefeld. Mit der App „Bus und Bahn“ können sich Kunden über Fahrpläne erkundigen oder werden über aktuelle Änderungen informiert. Darüber hinaus können App-Nutzer sich ein Ticket über das Smartphone kaufen und es mittels Display vorzeigen.

Ein Großteil der Kunden nutze diese Möglichkeit aus einem einfachen Grund jedoch nicht. „Rund 80 Prozent unserer Kunden fahren mit einem Abo-Ticket.“ Trotzdem geht der SWK–Pressesprecher davon aus, dass in Zukunft die Zahl der Nutzer steigen wird. Hier geht es zur App der SWK.

Inrather Pfadfinder

Hinter der App der Pfadfinder steckt ein einfacher Gedanke. „Wir informieren auf unserer Facebook-Seite über alles Mögliche, aber nicht alle Eltern wollen sich dort anmelden“, sagt Pfadfinder-Leiter Marc Siempelkamp. Da aber die meisten Eltern ein Smartphone besitzen, sei man auf die Idee gekommen, zusätzlich eine App zu betreiben.

Die ist bei den Eltern gut angekommen, denn: „Wenn wir für zwei Wochen mit den Kindern wegfahren, sammeln wir vorher die Handys ein.“ Wenn die Pfadfinder jetzt einen längeren Ausflug machen, melden sich die Pfadfinder per App. „Die Eltern freuen sich, einfach zu hören, dass ihre Kinder wohlauf sind“, sagt Siempelkamp. Hier geht es zur zur App der Pfadfinder für iOS- und Android-Geräte.

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