Verena I. hat noch nicht entschieden, wie sie den Abend verbringt. Ihr Mann will sich nicht einmischen. Acht Ex-Prinzessinnen haben ihm die Sessionsorden zurückgeschickt.

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Prinz Toni II. Peeters mit dem Sessionsorden. Acht Ex-Prinzessinnen haben ihn mit zerschnittenen Bändern zurückgeschickt.

Prinz Toni II. Peeters mit dem Sessionsorden. Acht Ex-Prinzessinnen haben ihn mit zerschnittenen Bändern zurückgeschickt.

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Prinz Toni II. Peeters mit dem Sessionsorden. Acht Ex-Prinzessinnen haben ihn mit zerschnittenen Bändern zurückgeschickt.

Krefeld. Es bleibt spannend. Auch am Mittwochnachmittag stand noch nicht fest, wie das Prinzenpaar den Altweiber-Abend, den offiziellen Start in den Straßenkarneval, verbringen wird.

Im Vorfeld hatte Prinz Toni II. Peeters erklärt, auf keinen Fall ohne seine Prinzessin – wie es eigentlich Tradition ist – durch die Kneipen ziehen zu wollen. Am Mittwoch betonte er, seine Frau könne selbst entscheiden. Das macht sie auch, ziemlich kurzfristig – am Donnerstag nach dem Rathaussturm. In der Zwischenzeit schickten acht Ex-Prinzessinnen ihren diesjährigen Orden zerschnitten an Prinz Toni II. zurück.

„Ich entscheide kurzfristig, was ich am Abend unternehme.“

Prinzessin Verena I.

„Ich entscheide kurzfristig, was ich am Abend unternehme“, erklärte Verena I. am Mittwoch. „Es kann sein, dass ich mit den alten Weibern gehe. Es kann genauso sein, dass ich mit der Westgarde ziehe, oder gar nicht und bei den Kindern bleibe. Unser Babysitter ist ausgefallen. Alles ist offen.“

Die offiziell beigelegten Streitigkeiten der jüngsten Vergangenheit erhalten neue Nahrung. „Wir wissen nicht, ob die Prinzessin mit uns geht und was sie vorhat“, betont Manuel Blomen, der Vorsitzende der Westgarde. „Sie hat sich nicht geäußert, als wir ihr den Termin fürs Treffen am Altweiberabend nannten. Wie auch immer, wir gehen ganz normal durch die Stadt.“

In Runde eins des diesjährigen Sessions-Eklats hatte sich der Prinz dahingehend geäußert, sich seine Ehe nicht kaputtmachen zu lassen. „Eine Auskoppelung der Prinzessin am Altweiberabend durch irgendwelche selbst geschaffenen Rituale der Westgarde, der Leibgarde der Prinzessin, dulden wir in keinem Fall“, hieß es.

Peeters Tochter darf nicht mit auf die Tour

Nun sagt er, dass sich das Verhältnis zwischen Prinzenpaar und den Westgarden-Mitgliedern aufgrund der vorangegangenen Zwistigkeiten verbessert habe. „Nun erfahren wir eine respektvolle Behandlung. Es geht doch. Ich kann mit allen Entscheidungen meiner Frau leben. Sie ist erwachsen und ich bin nicht ihr Vormund.“

Er selbst wird mit der Prinzengarde und den Ministern durch die Kneipen ziehen. Peeters: „Als meine Tochter im Vorfeld fragte, ob sie als Ministerin denn mitgehen dürfe, wurde das abgelehnt mit dem Hinweis, dieser Abend sei ,Männersache‘.“

„Enttäuscht“ ist Prinz Toni II. über die Tatsache, dass acht Ex-Prinzessinnen ihren diesjährigen Sessionsorden mit zerschnittenen Bändern zurückgeschickt haben. „Sie haben gesagt, sie wollen ihn nicht mehr. Beschädigt kann ich ihn nicht mehr an diejenigen weitergeben, die sich darüber freuen würden.“

Peeters: „In der Westgarde trägt auch nur noch der Adjutant der Prinzessin den Orden.“ Prinz Toni II. zieht aber eine bisher „eher positive Sessions-Bilanz“.

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