Jochen Butz und seine Kollegen vergeben die Krefelder Krähe am 28. März an junge Kabarettisten.

Der Kabarettpreis „Krefelder Krähe“ wird am 28. März wieder an den besten Nachwuchs verliehen.  (Archiv: Dirk Jochmann)
Der Kabarettpreis „Krefelder Krähe“ wird am 28. März wieder an den besten Nachwuchs verliehen. (Archiv: Dirk Jochmann)

Der Kabarettpreis „Krefelder Krähe“ wird am 28. März wieder an den besten Nachwuchs verliehen. (Archiv: Dirk Jochmann)

Der Kabarettpreis „Krefelder Krähe“ wird am 28. März wieder an den besten Nachwuchs verliehen. (Archiv: Dirk Jochmann)

Krefeld. Kabarettfreunde können sich schon jetzt drei Termine im März vormerken: Die "Krähen" loben nämlich wieder den Kabarettpreis "Krefelder Krähe" für den Nachwuchs aus. Acht Kandidaten werden sich in der Friedenskirche vorstellen.

Zum ersten Finale am 13. März sind André Bautzmann (mit 18 Jahren der Jüngste), Sybille Bullatschek, Björn Pfeffermann und Rene Steinberg eingeladen. Sie spielen jeweils eine halbe Stunde. Am folgenden Abend bestreiten "Das Bundeskabarett", Daniel Helfrich, Volker Weininger und Nepo Fitz, das Programm.

Zwei Wochen später, am 28.März, erfolgt die Preisverleihung; die drei Besten stehen noch einmal auf der Bühne, diesmal im Kirchenraum. Der Sieger erhält 4000 Euro, der zweite 2000 und der dritte 1000 Euro.

52 Kandidaten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gesichtet

Jochen Butz und seine Krähen - dieses Jahr in neuer Besetzung - haben sich zur Vorbereitung alle 52 Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschaut: "Nach drei bis fünf Minuten weiss man, wer geeignet ist", sagt Jochen Butz, der Krefelder Kabarettist mit Erfahrung. Im erstenDurchgang scheiden 30 aus, im zweiten Durchgang werden die acht Besten bestimmt.

Bedingung für die Bewerbung: Das Programm soll sich auf Politik oder Gesellschaft beziehen, soll ein hohes sprachliches Niveau aufweisen, darf nicht zu stark in der Mundart gefärbt sein - damit es auch die Rheinländer verstehen können - und darf vor allem nicht aus dem Bereich der Comedy stammen. Außerdem darf der Bewerber nicht länger als fünf Jahre auf der Bühne stehen.

Die Krefelder Krähe wird seit 2005 vergeben. Abwechselnd wird ein berühmter Kabarettist (mit einer Ehrenkrähe) und ein Nachwuchskünstler mit einer Keramikkrähe geehrt.

Die Ehrenkrähe ging 2005 an Konrad Beikircher und 2007 an Dieter Hildebrandt. Beide haben ihr Preisgeld gestiftet. Die Nachwuchspreise erhielten Tina Häussermann/Fabian Schläper (2006) und Matthias Reuter (2008). In diesem Jahr wechselt der Rhythmus und es wird wieder Nachwuchs gekürt. Im kommenden Jahr feiern die Krefelder "Krähen" ihr Silberjubiläum und vergeben wieder eine Ehrenkrähe.

Das Preisgericht besteht aus drei Gruppen. Eine Fachjury, das Krähen-Ensemble und das Publikum mit Stimmkarten entscheiden mit der Vergabe von zehn Punkten, welche drei die Besten sind.

Eintrittskarten gibt es einzeln (10 bzw. 15 Euro) und als Kombi-Ticket (25), Jugendliche (bis 25 Jahre, mit Ausweis) zahlen kombiniert nur 16,50 Euro. Die Preise sind wie im Vorjahr: "Wir sind ja schließlich ein caritativer Verein", sagt Jochen Butz. Deswegen freut sich der Verein auch darüber, dass das Preisgeld von den Sponsoren gegeben wurde und nicht aus dem Vereinstopf gezahlt wird.

Neu in diesem Jahr: Die Karten können auf der Internetseite der Krähen bestellt werden. Es gibt sie aber auch weiterhin im Vorverkauf, unter anderem bei WZ-Ticket an der Rheinstraße 76, und in der Friedenskirche.

"Die Leute machen ihren Weg", sagt Butz über die Preisträger der Vorjahre und findet den Wettbewerb auch gut beurteilt: "Die Krefelder Krähe hat einen guten Ruf!". Sein Rat daher: "Guckt euch das an, das sind vielleicht die Stars von morgen!"

Im Volksmund ist die Krähe nicht so wählerisch: Als man die Krähe fragte: Welches sind die schönsten Vögel? sagte sie: Meine Jungen.

 

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