Für die neue Rhein-Neckar-Arena wurden 60.000 Quadratmeter Membran aus Krefeld geliefert.

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Auf diesem computeranimierten Bild ist der Innenraum der neuen Rhein-Neckar-Arena zu sehen – und die Dachmembran, die die Verseidag-Indutex geliefert hat. Den inneren Abschluss bildet ein Polycarbonatfläche.

Auf diesem computeranimierten Bild ist der Innenraum der neuen Rhein-Neckar-Arena zu sehen – und die Dachmembran, die die Verseidag-Indutex geliefert hat. Den inneren Abschluss bildet ein Polycarbonatfläche.

TSG 1899 Hoffenheim

Auf diesem computeranimierten Bild ist der Innenraum der neuen Rhein-Neckar-Arena zu sehen – und die Dachmembran, die die Verseidag-Indutex geliefert hat. Den inneren Abschluss bildet ein Polycarbonatfläche.

Krefeld. In drei Tagen blickt die Region Rhein-Neckar, eine Woche später ganz Fußball-Deutschland auf den Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim. Am Samstag spielt der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga gegen eine Regionalauswahl, Samstag darauf gegen Energie Cottbus um Bundesliga-Punkte.

Das Spiel gegen die Regionalauswahl ist ein Besonderes: das erste in der neuen Arena. Und dass die maximal 30.050 Fans auch bei Regen trocken bleiben, dafür sorgt die Überdachung aus einer weißen Membran "made in Krefeld".

Das Krefelder Unternehmen Verseidag-Indutex, Industriestraße 56, ist ein Spezialist für das hochfunktionale Material auf Hightech-Basis .

Einer der Geschäftsführer ist Markus Simon, der nach der Ausschreibung auch des öfteren auf der Baustelle war. "Ein intelligent gebautes Stadion", schätzt er den rund 60-Millionen-Euro-Bau ein.

Für seinen Kunden, der die Membran aus Krefeld vor Ort schneidet und verschweißt, hat er zweimal 30.000 Quadratmeter auf Rollen geliefert. Die gewölbte Stadiondach-Oberfläche ist eine PVC-beschichtete Polyester-Membran, die Unterfläche ein Membran-Gittergewebe.

Das Trägermaterial der Membran ist ein Gewebe aus Glasfasergarnen, das mit mehreren Hochleistungskunststoffen beschichtet wird. Es ist danach nicht nur schmutzabweisend und wetterbeständig, sondern auch extrem leistungsstark. Das Material hat eine Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren. Die Membran wird beim Leichtbau eingesetzt. Mit ihr können riesige Flächen ohne viel Gewicht überspannt werden.

Die Dachkonstruktion ist zweischalig: Die obere Membran, auch Wettermembran genannt, und die darunterliegende Gittermembran, die nicht nur für eine gute Akustik sorgt, sondern auch das Trägerwerk verdeckt. Beim Stadion sowohl in Sinsheim als auch in Johannesburg werden je 60 000 Quadratmeter der so genannten Industrietextilie verspannt.

Neue Heimstätte der TSG 1899 Hoffenheim und Spielort der Frauenfußball-WM 2011. 21 000 Sitz-, 9050 Stehplätze.

Es hat einen Durchmesser von 320 Metern und eine Höhe von 40 Metern. Insgesamt finden 94 700 Zuschauer Platz.

Die Verseidag AG hat fünf Tochtergesellschaften.

Und die Unterfläche ist innen seitlich hochgezogen, so dass das Dach eine geschlossene Sache ist.

Der Auftrag kam im Herbst 2007, geliefert wurde im Frühjahr 2008. "Wir haben unseren Kunden neugierig begleitet", sagt Simon. Indutex-Architektin Katja Bernert ergänzt: "Es ist ein schönes Projekt".

Die letzten Dachträger an der neuen Rhein-Neckar-Arena wurden Ende August 2008 in die Höhe gehievt, danach konnte der Indutex-Kunde mit den Arbeiten mit der Membran beginnen.

Die Membranen (auch beschichtete Textilien genannt) werden nicht nur im Baubereich eingesetzt. Die Verseidag-Tochter Indutex (gewebt wird in Straelen-Herongen, weiterverarbeitet und beschichtet wird in Krefeld) stellt sie auch her für die Bereiche Großzelte und Veranstaltungshallen her.

Erinnert sei hier an das große "Mekka-Projekt" 1998 -, Lager- und Produktionshallen, Textile Flächentragwerke/-membranen für Sportstätten, Sonderkonstruktionen, Fahrzeugplanen, Schiffshebesäcke, Rolltore, um einige zu nennen.

Geschäftsführer Simon: "In Krefeld und Herongen zusammen haben wir 170 Mitarbeiter, weltweit kommen 200 hinzu."

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