Auch die Kinder hatten beim Nachtwächter-Rundgang an der Spritze alle Hände voll zu tun

Die historische Feuerwehr rückte mit der Handspritze an.
Die historische Feuerwehr rückte mit der Handspritze an.

Die historische Feuerwehr rückte mit der Handspritze an.

Nachtwächter-Team

Die historische Feuerwehr rückte mit der Handspritze an.

Krefeld. 26 Kinder und 20 Erwachsene erlebten beim Nachtwächter-Kinderrundgang in Linn einen aufregenden und sehr gruseligen Abend. Dank der Mithilfe von einigen Linnern konnte der Nachtwächter den Kindern nicht nur einen alten Pranger in Aktion, Nachttopf-leerende Hausfrauen, einen leibhaftigen Kurfürsten, einen verschlafenen preußischen Polizisten und eine Burgwache der Landsknechten zeigen.

Ohne Parole ging’s nicht auf die Burg

Um auf die Burg zu gelangen, wo besonders gruselige Geschichten erzählt wurden, mussten die Kinder auch noch eine Parole auswendig lernen. „Wer die Parole nicht wusste, wäre wohl in den Kerker gekommen,“ schmunzelte Heinz-Peter Beurskens.

Als „Hilfsnachtwächter“ aus dem Pranger befreit

Zur großen Freude der Kinder mussten zwei Erwachsene zu Beginn der Führung in den „Pranger“, aus dem sie dann wieder befreit wurden, weil sie sich als Hilfsnachtwächter verdingten.

Höhepunkt war dann aber die Mitarbeit bei einer Übung der historischen Feuerwehr auf dem Andreasmarkt. Hauptmann Ulf Tabbert musste feststellen, dass seine komplette Mannschaft zu Weihnachten zu viel gegessen hatte und deshalb ausgefallen war. Er verpflichtete kurzerhand die Kinder und Erwachsenen zum Feuerwehrdienst. Die größeren Kinder mussten die Spritze halten während die kleineren mit einer langen Eimerkette das historische Löschgerät immer wieder auffüllten.

Die Erwachsenen kamen schnell ins Schwitzen, mussten sie doch zur Freude ihrer Sprößlinge die Pumpe bedienen. Weil die Kinder nicht nur mit Feuereifer bei der Sache sondern auch gut gearbeitet hatten, bekamen sie abschließend noch eine Urkunde - geschrieben in Sütterlin mit einer Gänsefeder.

Die Kinder bedauerten, dass sie mit dieser Urkunde nicht - wie noch vor 100 Jahren -am nächsten Tag beim Bürgermeister einen Süßigkeiten Lebensmittel einfordern konnten. Red

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