Zwei WM-Stadien in Südafrika werden mit dem Produkt aus Krefeld ausgestattet.

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Rechtes Bild: Sichtkontrolle der fertigen Membran-Ware durch Mitarbeiter Antonio Iacono.

Rechtes Bild: Sichtkontrolle der fertigen Membran-Ware durch Mitarbeiter Antonio Iacono.

Andreas Bischof

Rechtes Bild: Sichtkontrolle der fertigen Membran-Ware durch Mitarbeiter Antonio Iacono.

Krefeld. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wird Millionen Fans nach Südafrika locken - und auch dort ist das Membran-Produkt aus Krefeld, unter dem Namenmarken "duraskin" bekannt, vertreten.

Zwei von den insgesamt zehn südafrikanischen WM-Fußballstadien stattet die Verseidag-Indutex mit einem Membran-Dach aus. Die Fans im "Soccer City" in Johannesburg und "Greenpoint Stadion" in Kapstadt (dort auch die komplette Fassade) werden durch diese Hightech-Membran vor Wind und Wetter geschützt.

"Soccer City" ist mit seinen 94700 Sitzplätzen nicht nur das größte, sondern auch das wichtigste Stadion für die erste FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Afrika. In dem Hauptstadion werden die Eröffnung und das Endspiel stattfinden. "Es macht stolz, an so einem Prestigeobjekt mitwirken zu können", sagt Markus Simon, Geschäftsführer der Verseidag-Indutex. Es sei kein alltäglicher Auftrag. Das merkt man auch im Betrieb.

Es hängen bereits mehrere Plakate des fertigen Stadions an den Wänden. "Die Mitarbeiter können sich mit diesem Projekt besser identifizieren", sagt Katja Bernert, Architektin bei Verseidag-Indutex. Es sei einfach ein anderes Gefühl, wenn man wisse, wofür die Ware letztendlich produziert werde.

Die Landschaft, in der "Soccer City" gebaut wird, ist hügelig. Durch seine bauchige Form und die erdigen Töne an der Paneel-Fassade passt es sich an die Umgebung an. "Es soll kein Fremdkörper sein", erklärt Bernert. Es wirke eher wie ein Kunstwerk.

Für die Formgebung hat sich das durchführende südafrikanische Architektenbüro Boogertman Urban Edge and Partners von einem afrikanischen Tontopf inspirieren lassen. Durch die Bedeutung der traditionellen Essschale können sich die Bewohner mit dem neuartigen Gebäude identifizieren. Die Farbe der Fassade ist der afrikanischen Erde nachempfunden.

Das Stadion "Soccer City" gibt es bereits seit Ende der 80er Jahre und gilt als Heimat des südafrikanischen Fußballs. Die Architekten haben sich für keinen kompletten Neubau entschieden. Teile des Unterrangs sind stehen geblieben, der Rest wird neu konstruiert.

Die letzten Baustellenbilder zeigen das Grundgerüst und die Stahlträgerkonstruktion, auf die nachher das Dach kommt. Ein kleiner Teil des Daches ist bereits mit der oberen Membran bespannt. "Es ist noch einiges zu tun", sagt Simon. Aber er ist sich sicher: Das Stadion wird noch in diesem Jahr fertig gestellt.

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