Im Hausenhof finden Tiere eine Unterkunft, die krank sind oder sich mit Artgenossen nicht verstehen.

linn
Beim Tag der offenen Tür am Hausenhof können auch Silberäffchen und Sakiaffe bewundert werden, die Zoo-Sprecherin Petra Schwinn füttert.

Beim Tag der offenen Tür am Hausenhof können auch Silberäffchen und Sakiaffe bewundert werden, die Zoo-Sprecherin Petra Schwinn füttert.

Dirk Jochmann

Beim Tag der offenen Tür am Hausenhof können auch Silberäffchen und Sakiaffe bewundert werden, die Zoo-Sprecherin Petra Schwinn füttert.

Krefeld. Am Sonntag öffnet der Hausenhof, die Außenstation des Krefelder Zoos in Linn, ihre Türen. Die Besucher können exotische und äußerst seltene Tiere näher kennenlernen. So erfährt man einiges über den Berganoa, eine Rinderart aus dem Regenwald, der dort in einer friedlichen Wohngemeinschaft mit einem Ziegenbock aus dem Tierheim lebt.

„Es gibt keine Chance mehr, sonst irgendwo in Europa dieses Tier zu sehen“, betont die Kuratorin des Krefelder Zoos, Cornelia Bernhardt. „In Europa sind nur noch zwei Exemplare vorhanden – in Krefeld. Ein Anoa steht in unserem Zoo, und der andere ist hier. Sie haben sich nicht vertragen.“

Zwei Gepardenmännchen müssen von ihren Weibchen getrennt werden

Karte Hausenhof
stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen
StepMap


Tiere, die sich mit ihren Genossen im Zoo nicht mehr verstehen, finden einen ruhigen Platz in der Außenstation. Hier kommen Tiere aller Art unter, wenn sie krank sind und Erholung brauchen – oder wenn im Zoo Umbauarbeiten stattfinden.

Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Station weihen Tierpfleger, die ihre Schützlinge ganz genau kennen, am Sonntag die Besucher in das Leben und in die interessante Geschichte der Tiere ein.

Zwei Gepardenmännchen wohnen derzeit im Backsteinhäuschen. Sie müssen in der Paarungspause vom Weibchen im Zoo ferngehalten werden, sonst pflanzen sie sich nicht mehr fort. „Und als sie längere Zeit im Zoogehege waren, wurden sie sofort krank. Hier haben sie die Ruhe, die sie brauchen – fernab vom Publikumsverkehr“, erklärt Cornelia Bernhardt.

Im Innenraum trifft man auf „Mifi“, dem alten Sakiaffe aus dem Regenwald, der über drei kleine, aufgeweckte Saki-Äffchen väterlich wacht. Unter ihnen krabbeln die seltenen Zweragutis, die sich in der Außenstation in Stille fortpflanzen sollen.

Geht man ein Gehege weiter, dann flattern Madagaskartäubchen neben Kronentokos (gehören zu den Nashornvögeln), und die Blumenfledermäuse warten auf ihre Nektar-Fütterung.

Die Außenstation des Zoos hat auf dem ehemaligen Bauernhof viel zu bieten, was sonst nicht zu sehen ist. Am Tag der offenen Tür gibt es neben den Führungen auch noch Kaffee und Kuchen sowie Informationsstände des Zoos.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer