Beim Finale der Castingshow „Giulia in Love“ ging der Krefelder Hartmut Oehmen freiwillig – und stinksauer.

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Spaß auch ohne Hartmut – Giulia genießt das Leben.

Spaß auch ohne Hartmut – Giulia genießt das Leben.

dpa

Spaß auch ohne Hartmut – Giulia genießt das Leben.

Krefeld. "Ich hatte keine Lust mehr" gesteht Hartmut Oehmen (43). "Sowohl das Verhalten von Giulia als auch die Quotenmacherei haben mir gar nicht mehr gefallen." Ein heftiger Streit mit Giulia tut sein Übriges - der Krefelder Sportgeschäftbesitzer packt kurz vor Ende der Pro Sieben-Sendung die Koffer.

Verzichtet drauf, Auserwählter der 34-jährigen Tochter von Ralph Siegel sowie DJane und Mutter zu werden - und steht am Freitag wieder in seinem Laden. Den filmreifen Abgang erlebten die Zuschauer beim Finale der Sendung, das am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde.

Seine eigene Art wollte er sich auch im Fernsehen bewahren

Und dabei war er bei der Sendung so weit gekommen. Wochenlang lebte Oehmen mit elf anderen Anwärtern in der TV-Villa am Starnberger See. Dort ließ sich Giulia Siegel einen Mann fürs Leben casten. "Ich bin ganz locker an die Sache ran gegangen", erzählt Oehmen.

Seine direkte und unkomplizierte Art wollte er sich bewahren. "Die kam bei manchen gut an, bei anderen weniger." Giulia war, so sein Eindruck, ganz angetan. Hartmuts finales "Einzeldate" mit ihr dauerte dreieinhalb Stunden.

"Wir haben uns eigentlich nett unterhalten", meint er. Eigentlich. Denn das Date führte letztendlich zu Hartmuts Aus bei der Sendung. "Wir haben auch über die anderen Kandidaten gesprochen", erzählt er. "Ich habe ihr gesagt, was mir an ihnen gefällt und was nicht."

Am Morgen sei Giulia ins Männerzimmer gerauscht und habe eine echte Szene hingelegt. "Ich hätte über die anderen hinter deren Rücken gelästert. Dabei habe ich ihnen immer auch selbst gesagt, wenn ich ein Problem hatte."

Heute sind sie alle Kumpels. "Das Finale haben wir zusammen gesehen." Giulias Verhalten fand der Krefelder "absolut link". Er packte die Koffer und kehrte heim.

Die Schuld am rapiden Ende seiner Pro Sieben-Karriere gibt er nicht der Männersuchenden allein. "Die Sendung hatte ja nicht die besten Quoten."

Hartmut Oehmen vermutet, dass ein Streit sie nach oben treiben sollte. Und hat von Castingshows die Nase voll. In enge Formate will er sich nicht pressen lassen. "Ich bin als Bad Boy in die Villa gezogen und habe sie als Bad Boy verlassen."

Und wenn er noch mal genau drüber nachdenkt - so schlecht kam er gar nicht an. Wenn er nicht bis (fast) zum Schluss dabei gewesen wäre, ist Oehmen überzeugt, wären die Quoten schlechter gewesen.

"Die Zahlen lagen unter dem Senderschnitt", bestätigt Sprecherin Tina Land. Der Streit sei jedoch nicht konstruiert worden. "Bei Giulia und Hartmut hat es einfach nicht gepasst. Deshalb hat Marcus gewonnen."

Trotz der bescheidenen Zuschauerzahl soll es bei Pro Sieben weiter Dokusoaps geben. Allerdings wohl ohne Giulia Siegel.

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