Der Zug der KG Blau-Weiß nimmt die drohende Schließung der Kirche St. Andreas närrisch aufs Korn.

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Der närrische Bischof von Gellep-Stratum schwingt schon mal die Axt.

Der närrische Bischof von Gellep-Stratum schwingt schon mal die Axt.

DJ

Der närrische Bischof von Gellep-Stratum schwingt schon mal die Axt.

Krefeld. Angriff ist die beste Verteidigung. Das haben sich am Sonntag auch die Akteure des Karnevals in Gellep-Stratum gedacht. Gleich drei Wagen des Zugs greifen die drohende Schließung der Kirche St. Andreas auf. Kritisch behandelt wird natürlich auch, dass der Stadtteil für die laufende Session keinen Prinz hervorgebracht hat.

Der Männergesangsverein, der den Pfarrsaal für die Proben nutzt, macht dabei den Anfang. Kein Wunder also, dass die Sänger – als Sicherheitsdienst verkleidet – ein goldfarbenes Gotteshaus durch den Stadtteil eskortieren. Mittendrin dabei: ein grimmiger Bischof mit einer Axt. Ein Seitenhieb gegen das Bistum, welches St. Andreas aus Finanzgründen schließen möchte. Damit ginge ein Stück „Dorfkulturerbe“ verloren, schimpfen die Sänger.

Das Pfarrorchester Gellep-Stratum setzt noch einen drauf. Es zeigt den vielen Besuchern am Straßenrand eine rauchende Kirche, an der sich schon eine Abrissbirne zu schaffen macht. Unter dem Motto „Hat Gellep Stratum keinen Prinz zur Hand, so fahren wir ins Legoland“ marschieren sie als Legomännchen verkleidet durch den Ort und stellen fest: „De Prinz net do, de Kirk soll weg, Gellep-Stratum du bist jeck“.

Die KG Blau-Weiß warnt als Sandmännchen verkleidet vor einem Stadtteil im Schlummer-Modus: „Kene Prinz, kene Kerk, wo jeet dat hin? Bald schlöppt dat janze Dörp noch en.“ Zu guter letzt können die Zuschauer gleich mehreren Prinzen zujubeln. Der Ex-Prinzenclub lässt vergessen, dass es diesmal keinen regulären Prinz in Gellep-Stratum zu bejubeln gibt.

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