Zwölf Teams kämpfen um den Meistertitel: Die Gastgeber werden diesmal Dritter.

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Machen nicht nur im Theater, sonder auch auf dem Fußballplatz eine gute Figur: die Theaterkicker. Unser Foto zeigt Vertreter aus Göttingen (blaues Trikot) im Zweikampf mit Frankfurt. Den Sieg trug am Ende Kassel davon.

Machen nicht nur im Theater, sonder auch auf dem Fußballplatz eine gute Figur: die Theaterkicker. Unser Foto zeigt Vertreter aus Göttingen (blaues Trikot) im Zweikampf mit Frankfurt. Den Sieg trug am Ende Kassel davon.

Dirk Jochmann

Machen nicht nur im Theater, sonder auch auf dem Fußballplatz eine gute Figur: die Theaterkicker. Unser Foto zeigt Vertreter aus Göttingen (blaues Trikot) im Zweikampf mit Frankfurt. Den Sieg trug am Ende Kassel davon.

Krefeld. Dramatik pur am Löschenhofweg. Der amtierende deutsche Fußballmeister der Theaterteams, die Krefelder Theaterkicker, verlieren den Kampf um den Einzug in das Finale im Elfmeterschießen 3:4 gegen den späteren Titelträger Staatstheater Kassel mit 3:4. Im Spiel um Platz drei aber drehen die Gastgeber den Spieß um und sind im Penaltykick mit 4:3 gegen das Nationaltheater Mannheim erfolgreich.

Zwölf Teams aus der ganzen Republik sind am Samstag zu Gast im Sportpark des SC Bayer, der die Logistik für die 33. Auflage der Theatermeisterschaften stellt. Cheforganisator Hans Bollessen zieht eine positive Schlussbilanz: "Sehr gute Spiele, keine Verletzten, viel Spaß und ein tolles Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer."

Der Krefelder Kapitän Jürgen Plewa (46, Bühnentechnik) ist mehr als zufrieden mit dem Bronzerang seines Teams. "Schade, dass wir nicht ins Finale gekommen sind. Aber so ist es beim Elfer-Krimi immer. Mal hast Du Glück, mal nicht." Das Team mit einem Alterschnitt von rund 35 Jahren hat in der Vorrunde Kassel, Hannover und Bochum besiegt, gegen Wiesbaden und Mainz unentschieden gespielt und sich damit für das Halbfinale qualifiziert.

Der neue Meister Kassel hatte als einziges Team zwei junge Frauen in seinen Reihen. Saskia Fasse (21) fiel nicht nur durch ihre gelben Stollenschuhe auf, sondern auch mit einem strammen Elfmeterschuss gegen Krefeld. Die Auszubildende zur Elektronikerin ist auch beim FSV Kassel als Spielerin aktiv.

"Logisch freuen wir uns über den Titel. Im Spiel gegen Frankfurt waren wir eindeutig die bessere Mannschaft." Krefeld biete eine angenehme Atmosphäre und das Spiel mit Männern sei neben dem "hohen Flirtfaktor" auch wesentlich weniger zickig als mit reinen Frauenteams.

Die deutschen Meisterschaften für Theater-Teams finden seit 1978 statt. Bochum war damals Gastgeber. Das Theater Krefeld/Mönchengladbach sicherte sich 2009 in Essen den Titel. Krefeld ist als Titelverteidiger erstmals Ausrichter des Championats. In der Regel findet die Meisterrunde in der Stadt des vorjährigen Meisters statt.

Rekord-Titelträger sind das Staatstheater Wiesbaden und das Musiktheater Gelsenkirchen mit jeweils vier Erfolgen, gefolgt vom Thalia Theater Hamburg und dem Staatstheater Kassel (3). Die Staatsoper Berlin war im vergangenen Jahr sogar Europameister. Die Kicker von Theater & Philharmonie Essen belegten bei der EM 2010 Platz zwei. Krefeld kam bei 23 teilnehmenden Teams in Essen auf Platz neun.

Diese zwölf Teams waren dabei: Theater Krefeld/Mönchengladbach, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Städtische Bühnen Frankfurt am Main, Staatsoper Hannover , Schauspielhaus Bochum, Rheinisches Landestheater Neuss, Staatstheater Kassel, TuP Essen, Staatsorchester Theater Mainz, Deutsches Theater Göttingen, Bühnen der Stadt Köln, Nationaltheater Mannheim.

Mit ihrem 3:0-Sieg sichert sich Kassel damit den riesigen Rolf-Paulin-Pokal, den 1978 der damalige Verwaltungschef des Schauspiels Bochum als Initiator des Turniers gestiftet hat.

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