Mit einem Einrad fährt Jörn Dreuw durch Deutschland, um für Spenden nach der Erdbebenkatastrophe zu werben.

Jörn Dreuw sieht aus wie ein klassischer Butler. Wenn er mit seinem elektrischen Einrad unterwegs ist, drehen sich die Leute unweigerlich nach ihm um.
Jörn Dreuw sieht aus wie ein klassischer Butler. Wenn er mit seinem elektrischen Einrad unterwegs ist, drehen sich die Leute unweigerlich nach ihm um.

Jörn Dreuw sieht aus wie ein klassischer Butler. Wenn er mit seinem elektrischen Einrad unterwegs ist, drehen sich die Leute unweigerlich nach ihm um.

DJ

Jörn Dreuw sieht aus wie ein klassischer Butler. Wenn er mit seinem elektrischen Einrad unterwegs ist, drehen sich die Leute unweigerlich nach ihm um.

Krefeld. Die Lackschuhe sind blitzeblank geputzt. Krawatte und Frack sitzen perfekt. Jörn Dreuw sieht aus wie ein klassischer, sehr vornehmer Butler. Doch er zieht am sonnigen Montagmittag auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes nicht nur wegen seiner schicken Erscheinung viele Blicke auf sich. Kein Wunder: Der 45-Jährige kommt mit ordentlichem Schwung aus der Vorhalle des Hauptbahnhofes gefahren – auf einem elektrischen Einrad.

„Ich will die Menschen dazu bewegen, erstmals, erneut oder regelmäßig zu spenden.“

Jörn Dreuw, der rasende Butler

Mit diesem ungewöhnlichen Gefährt reist Dreuw quer durch Deutschland, um die Menschen drauf aufmerksam zu machen, dass auch drei Monate nach dem letzten schweren Erdbeben in Nepal noch dringend Hilfe benötigt wird. Tausende Menschen starben, Millionen Menschen sind obdachlos geworden und müssen sich zurück ins Leben kämpfen. Ohne weitere Spenden geht das nicht, meint Jörn Dreuw. Und weil er als langjähriger Journalist weiß, wie schnell Themen an Aufmerksamkeit verlieren, hat er sich entschieden, um weitere Unterstützung zu werben.

Zwei ungewöhnliche Hobbys ergeben ein verrücktes Aussehen

„Ich will das Thema in den Medien halten und die Menschen dazu bewegen, erstmals, erneut oder regelmäßig zu spenden“, sagt er. Dafür hat er zwei ungewöhnliche Hobbys verbunden, um während seinen Touren möglichst viele Blicke auf sich zu ziehen: „Erst habe ich überlegt, mit einem normalen Fahrrad zu fahren, aber das wäre nicht auffällig genug gewesen.“

Also bewegt er sich auf galante Art und Weise fort, mit einem elektrischen Einrad, das er sich für seine Reisen leiht. Dazu passt die schicke Uniform, die Dreuw noch im Schrank hängen hatte, da er auch eine Butler-Ausbildung absolviert hat. Seine Erscheinung verbinde „Tradition und Hightech“. Das zeigt auch sein Schutzhelm, der durch einen speziellen Aufsatz die Form einer Melone hat. Alles, um ein Ziel zu erreichen: Aufzufallen und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. „Ich sammele keine Geld-Spenden ein, sondern mache die Menschen auf vier kleine und zuverlässige Hilfsorganisationen aufmerksam.“

Die Reaktionen seien fast immer positiv. Ins Gespräch komme der selbsternannte Spenden-Butler vor allem durch das elektrische Einrad, mit dem er mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometer an Passanten vorbei saust.

„Mit einem normalen Fahrrad zu fahren, wäre nicht auffällig gewesen.“

Jörn Dreuw

Am 25. April wurde Nepal von einem verheerenden Erdbeben erschüttert. Am 12. Mai folgte ein zweites starkes Erdbeben. Zehntausende Menschen starben und Millionen sind obdachlos geworden.

Jörn Dreuw arbeitet seit 20 Jahren als Journalist. Eine Auszeit nutzt er, um für Spenden an vier Hilfsorganisationen zu werben. Weitere Infos zu den Reisen des Spenden-Butlers gibt es auf seiner Internetseite.

Auf diese Weise ist Dreuw in diesem Jahr schon von Hamburg nach Berlin gefahren. Die aktuelle Rheintour führt von Königswinter nach Emmerich. Bei seinem ersten Zwischenstopp in Krefeld fuhr er zunächst durch die Fußgängerzone bis zum Neumarkt . Dann ging es ans Rheinufer in Uerdingen und weiter in Richtung Duisburg.

Alle 25 Kilometer muss sein Einrad aufgeladen werden

Dabei reist Dreuw gezwungenermaßen mit leichtem Gepäck. Lediglich eine kleine Umhängetasche nimmt er mit. Neben Wechselwäsche, Zahnbürste und Handy, befindet sich darin auch ein Ladekabel für sein Einrad. „Alle 25 Kilometer muss es aufgeladen werden.“ Dann gönnt sich Dreuw eine Pause in einem Café, um sein Rad an einer Steckdose anzuschließen. Auch dabei war der flitzende Butler in Krefeld ein Blickfang.

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