Thomas Bartsch (17), Schüler des MSM-Gymnasiums, hat den Bundeswettbewerb Fremdsprachen gewonnen.

Thomas Bartsch, Schüler des Fischelner MSM-Gymnasium, ist einer von sieben Siegern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.
Thomas Bartsch, Schüler des Fischelner MSM-Gymnasium, ist einer von sieben Siegern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

Thomas Bartsch, Schüler des Fischelner MSM-Gymnasium, ist einer von sieben Siegern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

Andreas Bischof

Thomas Bartsch, Schüler des Fischelner MSM-Gymnasium, ist einer von sieben Siegern des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

Krefeld. Er ist 17 Jahre alt, geht auf das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium und liest am liebsten Bücher – auf Englisch, Französisch und Spanisch. Der Osterather Thomas Bartsch ist einer von sieben Schülern, die den Bundeswettbewerb Fremdsprachen gewonnen haben.

„Eigentlich hat mich meine Spanischlehrerin darauf aufmerksam gemacht. Wir hatten vorher als Gruppe den zweiten Platz gemacht und dann hat sie mir gesagt, dass man auch alleine mitmachen kann“, erinnert sich Thomas.

Der Elftklässler meldet sich an und löst Aufgaben, die ihm das Komitee zuschickt. Nachdem er in allen drei Sprachen Hörübungen, Klausuren und mehrseitige Hausarbeiten eingereicht hat, wird er zum Turnier nach Berlin geladen. Dort muss sich Thomas in Einzelgesprächen und Gruppendiskussionen beweisen. „Am besten, man sagt jeden Satz in einer anderen Sprache. Das ist ziemlich kompliziert. Vor allem, wenn da Leute sitzen, die Chinesisch sprechen. Dann muss man sich das übersetzen lassen oder hoffen, dass man irgendwas versteht, um dann darauf zu reagieren.“

Jetzt liebäugelt der Schüler mit Chinesisch

Seine Sprachkenntnisse hat Thomas Bartsch aus der Schule. Seit der dritten Klasse lernt er Englisch, seit der sechsten Französisch und seit der achten Spanisch. Als nächstes will er Italienisch, Portugiesisch oder Chinesisch lernen. Schließlich könnte Chinesisch Weltsprache werden.

„Es ist schwer, das Leben auszuhalten, wenn man sich nicht ausdrücken kann. Sprache ist ein Mittel mit dem ich kommuniziere, was in meinem Kopf vorgeht. Wenn ich einem Spanier etwas auf Englisch erkläre, versteht der mich, aber auf Spanisch kann ich es deutlicher machen“, erklärt der 17-Jährige seine Faszination.

Am liebsten spricht er Spanisch. „Englisch ist am einfachsten, Französisch ist eine schöne Sprache, aber Spanisch macht am meisten Spaß.“

Bleiben bei der Begeisterung für die Sprachen nicht die Freunde auf der Strecke? „Ganz im Gegenteil, die Sprache hat mir sogar geholfen, neue Freunde zu finden“, sagt der Schüler, der nebenbei auch Kurzfilme dreht. „Was mir eher Freizeit wegnimmt, sind schulische Aufgaben. Das kann schon mal eine Analyse auf Englisch sein“, sagt der Gymnasiast und lacht.

Viele Gelegenheiten, sich mit Muttersprachlern vor Ort auszutauschen, gab es bislang aber noch nicht. „Bis auf eine Woche auf Mallorca war ich noch in keinem Land, in dem meine Sprachen gesprochen werden“, bedauert der 17-Jährige. Aber das sei geplant.

Nach dem Abitur will er in London oder OXford studieren. „Vielleicht Wirtschaftswissenschaften oder Ingenieursdesign. Ich will Sprache und Kreativität verbinden.“ Klingt, als würde man von dem jungen Sprachtalent noch etwas hören – auf Englisch, Französisch, Spanisch oder vielleicht Chinesisch.

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