Trendsportler Florian Brandt liegt eine Fünfjahres-Genehmigung der Stadt vor. Aus Zeitgründen kann er die Pläne nicht bereits in diesem Jahr realisieren.

Elfrather See
Der Trendsport Disc-Golf ist eine Weiterentwicklung des Frisbee-Werfens. Die Scheibe muss dabei in Metallkörben untergebracht werden. Archiv

Der Trendsport Disc-Golf ist eine Weiterentwicklung des Frisbee-Werfens. Die Scheibe muss dabei in Metallkörben untergebracht werden. Archiv

Stefan Bünting

Der Trendsport Disc-Golf ist eine Weiterentwicklung des Frisbee-Werfens. Die Scheibe muss dabei in Metallkörben untergebracht werden. Archiv

Krefeld. Der Elfrather See ist aller Voraussicht nach ab Frühjahr nächsten Jahres um eine Attraktion reicher: Der Krefelder Trendsportler Florian Brandt hat von der Stadt Krefeld schriftlich die Genehmigung erhalten, fünf Jahre lang am Elfrather See eine Disc-Golf-Anlage mit 18 Bahnen zu betreiben.

Nach der nicht enden wollenden Diskussion um die Wasserqualität des Badesees (im jüngsten Sportausschuss war sogar ernsthaft über eine Schließung dieses Bereiches diskutiert worden) ist dies endlich einmal eine positive Nachricht für den E-See.

Bei der Trendsportart geht es darum, mit einer speziellen Scheibe (Frisbee) einen Metallkorb zu treffen. Ähnlich wie beim Minigolf muss ein Parcours durchspielt werden. Denkbar sind Hindernisse wie Bäume, Hecken oder Wasserflächen. Die Anlage wird frei zugänglich sein. Weil sie die Attraktivität des E-Sees erhöht und der (oder die künftigen) Betreiber keine Mieteinnahmen erziele, verzichtet die Stadt auf eine Pacht. Die Pläne waren Ende Februar im Sportausschuss vorgestellt und von der Politik einstimmig verabschiedet worden.

Für den Bau und den Betrieb werden rund 30 000 Euro benötigt

Gerne hätte der 41-Jährige die Anlage bereits in diesem Jahr gebaut. „Eine berufliche Veränderung und die Erkrankung eines Partners haben dies verhindert“, sagte Brandt auf WZ-Anfrage. Rund 30 000 Euro sind für den Bau und den Betrieb der Anlage notwendig. „Das ist ein halber Kinderspielplatz“, weiß der Initiator. Weil das Konzept noch nicht vollständig in Worte und Grafiken gefasst ist, konnte der Trendsportler noch nicht auf Sponsorensuche gehen. „Ich möchte gut vorbereitet sein und mich bei der Umsetzung nicht stressen. Der Qualitätsgedanke muss im Vordergrund stehen. Die Bahn muss gut sein und internationalen Ansprüchen genügen. Ansonsten droht ein Flop“, sagt der Disc-Golfer.

Benötigt werden neben dem Metallkorb eine Matte, auf der der Abwurf gemacht wird, und Hinweisschilder, die erklären, wie auf der jeweiligen Bahn geworfen werden muss. Zudem fallen Kosten für die Vermessung des Areals, für Werbung und für Turniere an.

Entstehen wird die Anlage voraussichtlich am östlichen Ufer des Sees nördlich der Badewiese und des Spielplatzes. Dort würden die Frisbee-Akrobaten auch nicht mit den Wassersport-Vereinen in Konflikt kommen, deren Anlagen sich überwiegend am Westufer befinden.

In zwei Wochen steht für Florian Brand ein Gespräch mit Ulrich Cloos vom Krefelder Stadtmarketing an. Dabei soll ausgelotet werden, inwiefern die Verwaltung dem Jungunternehmer (Florian Brand ist gelernter Marketing-Fachmann) helfen kann. In Zeiten des Nothaushaltes könnte eine finanzielle Hilfe schwierig werden. Möglich ist aber, dass die Stadt mit ihrem Netzwerk aus Fachleuten bei der Planung um den Bau der Anlage hilft. Nach dem Gespräch mit Cloos werden die Detailpläne fertig gestellt und erste Gespräche mit Sponsoren geführt.

In Neuss hat am vergangenen Wochenende ein großes Disc-Golf-Turnier stattgefunden. Die dortige 12-Korb-Anlage im Rennbahnpark, die beliebig mit mobilen Körben erweiterbar ist, gibt es seit etwa drei Jahren. 72 Spieler der derzeit höchsten nationalen Spielkategorie hatten sich angemeldet. „Derartige B-Turniere sind in Krefeld fest geplant“, sagt Florian Brandt.

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