Das Institut erweitert sein Angebot. Wer Ideen für eine Thema hat, kann sich bewerben.

Die Kirche St. Matthias in Hohenbudberg ist immer wieder einmal Ziel von Stadtrundgängen.  (Archiv
Die Kirche St. Matthias in Hohenbudberg ist immer wieder einmal Ziel von Stadtrundgängen. (Archiv

Die Kirche St. Matthias in Hohenbudberg ist immer wieder einmal Ziel von Stadtrundgängen. (Archiv

Dirk Jochmann

Die Kirche St. Matthias in Hohenbudberg ist immer wieder einmal Ziel von Stadtrundgängen. (Archiv

Krefeld. Mit einem so großem Andrang haben Robert Claßen und seine Kollegen bei der VHS nicht gerechnet. 30 Krefelder interessieren sich dafür, Stadtführer zu werden.

Die Idee bei diesem Projekt: Die VHS möchte Liebhaber der Stadt dazu motivieren, ihre Kenntnisse und ihre Begeisterung bei Führungen an andere Krefelder oder Gäste weiterzugeben.

Zunächst stellt er solche Veranstaltungen vor, die Besonderheiten der Stadt erklären. Die zukünftigen Stadtführer suchen sich aus diesem Kanon fünf Angebote aus.

Dabei lassen sie sich inspirieren von den vorgeschlagenen Themen und lassen sich motivieren von den gewählten Methoden. Und im Idealfall haben sie dann am Ende von vier Semestern eine eigene Stadtführung entwickelt.

"Suchen Sie das Schöne, das Besondere in unserer Stadt."

Robert Claßen, VHS

Den Inhalt ihrer Führung können die Interessierten selbst bestimmen, und eine ganze Schar von Historikern und Kennern steht ihnen mit Quellen und Beratung zur Verfügung.

Auskünfte erteilt Robert Claßen (VHS) unter Ruf 86 26 59.

Wer eine Idee hat, kann sie Robert Claßen vortragen. Er vermittelt dann weiter an andere Mitglieder des Vereins für Heimatkunde etwa, wie Dr. Reinhard Feinendegen.

Steht die Idee und sitzen die Inhalte, zeigen sie eine Probeführung: Bei Bestehen kann der Kandidat neuer Dozent an der VHS werden.

Robert Claßen gibt möglichen Stadtführern Anregungen für neue Themen. Im Internet blättert er durch die Denkmalliste der Stadt. Reihenweise Häuser zählen dazu und auch die Friedhöfe. Oder etwa die Stolpersteine. Auch viele andere Anregungen findet man auf der Internetseite der Stadt und des Vereins für Heimatkunde.

Claßen verweist auf die Mediothek, in der es Literatur zu Krefelder Heimatthemen gibt. Häufig stehen auch ausführliche Beschreibungen in der Zeitschrift "Heimat". Die Unterstützung vom Verein für Heimatkunde sollten die zukünftigen Stadtführer in Anspruch nehmen.

"Suchen Sie das Schöne, das Besondere in unserer Stadt", appelliert Claßen. Das geht auch ohne Internet.

Einige interessierte Stadtführer haben schon ausgearbeitete Vorschlag parat. Die eine hat sich eine eine Fahrradtour am Seidenfaden überlegt: Ein Fahrt durch die Vergangenheit der Textilstadt Krefeld. Eine Führung zu den Ehrendenkmälern der Textilbarone auf den Friedhöfen ist schon perfekt.

Eine andere Stadtkennerin würde gerne durch Bockums Straßen führen und wieder ein anderer Interessent sagt: "Ich habe so viel Material, dass ich mich noch nicht entschieden habe." Auch drei Stadtführerinnen aus Düsseldorf sind in der Gruppe und ein Herr über 80, der für den ADFC eine Fahrradtour rund um die Stadt durchgeführt hat.

Angemeldet haben sich jedenfalls am Informations-Abend schon 25 Stadtkenner. Alle erfüllen das wichtigste Kriterium für das Stadtkenner-Diplom: Liebe zur Stadt und profunde Kenntnisse in einem besonderen Bereich.

"Vermutlich", so Robert Claßen, "haben wir schon am Ende dieses Semesters die ersten fertigen neuen Routen, die wir dann regelmäßig im Programm der VHS anbieten können."

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