Krefelder Samstag: Die Einzelhändler laden ein zum "Kunst-Carré".

wza_1500x962_427761.jpeg
Nicht im Museum, sondern in und vor den Geschäften der Innenstadt, sind beim „KunstCarré“ Arbeiten verschiedener Künstler ausgestellt. (Archiv

Nicht im Museum, sondern in und vor den Geschäften der Innenstadt, sind beim „KunstCarré“ Arbeiten verschiedener Künstler ausgestellt. (Archiv

L. Strücken

Nicht im Museum, sondern in und vor den Geschäften der Innenstadt, sind beim „KunstCarré“ Arbeiten verschiedener Künstler ausgestellt. (Archiv

Krefeld. Die gesamte City wird am Samstag zum Museum, zum Forum für die Kunst in ihrer ganzen Vielfalt. Die Besucher brauchen noch nicht einmal Eintrittsgeld zu zahlen, sie müssen nur in die Schaufenster und Foyers der Geschäfte schauen. Dort werden Gemälde und Kunstgegenstände ausgestellt. Oft können die interessierten Passanten den Schaffenden sogar bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der kommende "Krefelder Samstag" bildet mit dem "Kunst-Carré" den Auftakt der Veranstaltungsreihe, so wie es seit 2004 Tradition ist.

Im Schwanenmarkt sind 20 Künstler in Kooperation mit dem Krefelder Kunst-Raum unter dem Motto "Kunst, Marketing und Standortvorteil" vertreten. Sogar Fassade und Hochstraße geben der Kunst eine Fläche. Eine Diskussion mit der Krefelder Künstlerin Gabriele Leigraf hat die Überschrift: "Was hat Marketing mit Kunst zu tun?"

Margret Greven, die "etwas andere Keramikerin", verbindet Keramik, Gold und Edelsteine zu Schmuckstücken. Ihre Bilder sind Kompositionen aus Ton, Glas und Acryl. Die Künstlerin wird im Foyer der Thalia Buchhandlung ansprechbar sein. Ihre Werke liegen bereits jetzt in den Schaufenstern. Bei Buch Habel sind Holzfiguren des deutschen Künstlers Georg Ettl und Bilder des amerikanischen Malers Steve Keene zu sehen. Greve Moden lockt mit großformatigen Fotografien der "Edition Wasser". Jedes Werk wird nur elfmal abgezogen.

Die Rheinstraße hat mit Va bene und achtgrad zwei neue Mitstreiter beim "Krefelder Samstag" bekommen. In den Geschäften sind Fotografien von Martina Büscher und Christoph Heek zu sehen. Bei Dhein stellt Corine Boegel Malerei auf Leinen aus, bei lechner & hayn zeigt Edelgard Wittkowski zeitgenössische Malerei.

Von ausgesucht bis affenstark reicht die Palette auf der Königstraße. Tilda und Sita, die beiden malenden Orang-Utans aus dem Zoo, zeigen, was sie drauf haben. Die Gemälde sind bei Intersport Borgmann zu sehen und zugunsten des neuen Gorilla-Gartens auch zu erwerben. Mauga Houba-Hausherr zeigt ihre Tanzmotive im Bistro Franken.

Drei Künstler präsentieren sich in Zusammenarbeit von LebensArt und Galerie Broekmann rund ums Behnisch-Haus: Popartkünstlerin Anna Flores präsentiert bei Vapiano. "Schutzengel" malt Iren Krum bei LebensArt und Michael Lach zeigt eigenwillige Gemälde bei Bols & Bols. Im Hansa-Centrum wird ein vier Quadratmeter großes Bild entstehen, das die Frage aufwirft, ob Krefeld sich trotz Finanzkrise als "Kulturhauptstadt am Niederrhein" behaupten kann. cf

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer