Pächterin Helga Schacht hat mit Freunden das Gasthaus im Kleingartengelände Weyerhof auf Vordermann gebracht.

Die Arbeit hat sich gelohnt (v.l.): Die Freunde und Helfer Manfred Geisz sowie Birgit Kisters legen mit Inhaberin Helga Schacht letzte Hand an.
Die Arbeit hat sich gelohnt (v.l.): Die Freunde und Helfer Manfred Geisz sowie Birgit Kisters legen mit Inhaberin Helga Schacht letzte Hand an.

Die Arbeit hat sich gelohnt (v.l.): Die Freunde und Helfer Manfred Geisz sowie Birgit Kisters legen mit Inhaberin Helga Schacht letzte Hand an.

Dirk Jochmann

Die Arbeit hat sich gelohnt (v.l.): Die Freunde und Helfer Manfred Geisz sowie Birgit Kisters legen mit Inhaberin Helga Schacht letzte Hand an.

Krefeld. Müde streicht sich Pächterin Helga Schacht durchs Haar und strahlt. „Es hat sich gelohnt.“ Am Sonntag öffnet das Gasthaus im Weyergarten nach rund drei Monaten Renovierungspause wieder.

Hell und freundlich, sauber und gemütlich präsentiert sich die Restauration im Kleingartengelände Weyerhof im Norden der Stadt. An die tausend Arbeitsstunden und viele Euros haben die Pächterin sowie Birgit Kisters und Manfred Geisz, ihre beiden Freunde und Helfer, in das neue Lokal gesteckt.

„Das war vorher ein dunkles Loch, in das keiner mehr gerne ging“, sagt die 54 Jahre alte Pächterin. Fußböden, Wände, Heizung, Toiletten und Beleuchtung, alles ist neu und hell. Rund 60 Plätze hat der Innenraum mit dem Sälchen, dazu kommt der Tresenbereich, draußen der Pavillon und im Sommer die Außengastronomie.

Knapp über 60 Jahre alt ist der Flachbau im Kleingartengelände, das zwischen Wilmendyk und Blumentalstraße liegt. Von den rund 100 Gartenpächtern leben etwa 40 ständig hier, eine Seltenheit in der Krefelder Schreberszene. Die privaten Pachtverhältnisse machen das möglich.

Zur Eröffnung sind Überraschungen geplant

Für den kommenden Sonntag hat Helga Schacht, die in Aldekerk wohnt, einige besondere Überraschungen geplant. So wird die Prinzengarde aus Straelen mit Prinz Marc (Bellgard), ein Neffe ihres Mannes, zu Gast sein. Alle Getränke werden am Eröffnungstag einen Euro kosten. Auch danach sind moderate Preise geplant. Bier, Kurzer und Limo je 1,20 Euro. Im Küchenangebot setzt die Pächterin „auf eine kleine und moderne Karte“. Neben kalter Küche und kleinen Leckereien werden ihre Schnitzelpreise alle unter zehn Euro liegen. Im Sommer wird die Karte durch Eisspezialitäten ergänzt. „Wir werden aber klein anfangen, auch genau hinhören, was die Besucher wollen“, sagt die Pächterin, die zuvor lange Jahre in einer Begegnungsstätte in St. Tönis gearbeitet hat.

Sonntag ab 11 Uhr. Alle Getränke kosten an diesem Tag einen Euro. Für musikalische Unterhaltung sorgt Manfred Lompa. Zu Besuch kommt die Prinzengarde Straelen mit Prinz Marc. Auch für die kleinen Gäste ist gesorgt.

Zu erreichen ist das Gasthaus über das nördliche Ende des Breiten Dyks. Ab dort ist ausgeschildert. Rund 200 Meter sind es bis zum Gasthaus.

Den Kochlöffel schwingt ab Sonntag Robert Guntrum. „Der Mann hat 40 Jahre Berufserfahrung“, erzählt Schacht mit Stolz. Nach seinen Jahren als Küchenchef eines Krankenhauses sei es Guntrum ähnlich gegangen wie ihr selbst. „Füße hochlegen und nichts tun, das ging auch bei ihm nicht.“ Deshalb seien beide das Wagnis mit dem Neubeginn im Weyergarten eingegangen.

Geöffnet ist die Gastronomie an Wochentagen ab 17 Uhr. Am Samstag ist ab 11 Uhr Frühschoppen angesagt, am Sonntag ab 9.30 Uhr Frühstück und ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen. „Wir wollen versuchen, auch über die Kleingärten hinaus bekannt zu werden“, sagt Helga Schacht. Dabei denkt sie vor allem an die Bewohner der Seniorenanlage am Wilmendyk. Aber auch für private Feiern, Hochzeiten, Trauergesellschaften oder Betriebsausflüge stehen die Türen offen.

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