Junge Tänzer aus dem Studio Mine-Sports sind im Breakdance sehr erfolgreich.

Kleine Meister: Leon Egeler, Emily Egeler, Can Berdermann und Fabian Topali (v.l.).
Kleine Meister: Leon Egeler, Emily Egeler, Can Berdermann und Fabian Topali (v.l.).

Kleine Meister: Leon Egeler, Emily Egeler, Can Berdermann und Fabian Topali (v.l.).

Jochmann, Dirk (dj)

Kleine Meister: Leon Egeler, Emily Egeler, Can Berdermann und Fabian Topali (v.l.).

Krefeld. Wie eine kleine Ballerina sieht sie aus, mit ihrem zierlichen Körper, den hochgebundenen Seitenzöpfen und dem puppengleichen Gesicht. Und doch ist sie die amtierende deutsche Meisterin bei den Unter-Zwölfjährigen im Breakdance, ursprünglich ein Straßentanz aus der Hip-Hop-Kultur.

Mit ihren acht Jahren ist Emily Egeler schon eine ganz Große, und sie weiß auch, von wem sie das gelernt hat. „Als ich meinen Bruder beim Breakdance gesehen hab’, fand ich, dass das so spaßig aussieht. Darum wollte ich es auch lernen.“

Die Leiterin der Tanzschule ist von Emily Egeler begeistert

Geschult wurden beide im Krefelder Tanzstudio Mine-Sports. Die Leiterin, Mine Berdermann, ist vom kleinen Nachwuchs hellauf begeistert. „Ihre Mitfinalistin war technisch vielleicht einen Hauch besser, aber Emily hat einfach mit ihrer Coolness überzeugt.“

Zur Deutschen Meisterschaft Breakdance in Osnabrück am vergangenen Sonntag ist auch Berdermanns zwölfjähriger Sohn Can angetreten – mit Erfolg. Zusammen mit seinen drei Mittänzern der Mine-Sports Breakers haben sie auf Anhieb den ersten Platz belegt und sind somit Deutsche Meister bei den Junioren.

Dadurch haben sie sich für die Europameisterschaften in Dänemark Anfang Juli und für die Weltmeisterschaften in Österreich im Oktober qualifiziert und bereiten sich schon jetzt ehrgeizig darauf vor. Viermal die Woche trainieren sie. „Also ich sag’ mal so“, erklärt Can „wenn man in einer Sportart richtig gut sein will, dann kann man keine anderen Sportarten betreiben.“

Der Gymnasiast weiß, dass Schule vorgeht, aber seine gesamte Freizeit verbringt er im Studio seiner Mutter. „Breakdance ist ein Teil von unserem Leben, nicht einfach nur ein Hobby“, erklärt der Tänzer, der zusammen mit den Kids bereits viermal Deutscher Meister im Breakdance geworden ist.

Obwohl Can auch beim Breakdance solo sehr erfolgreich ist, tanzt er lieber mit den Anderen. „In der Gruppe sind alle füreinander verantwortlich, wenn einer einen Fehler macht, müssen alle geradestehen.“ Zu Streit kommt es allerdings nie, denn „Fehler können ja jedem mal passieren.“

Zu Hause kann Emily im eigenen Tanzkeller trainieren

Auch Emily und ihr Bruder Leon wollen in zwei beziehungsweise vier Jahren bei den Junioren antreten. Ihre Eltern unterstützen sie und haben einen Tanzkeller mit Scheinwerfern und Parkett eingerichtet. „Sie haben gesagt, bevor wir in der Wohnung etwas kaputt machen, sollen wir lieber dort trainieren“, gesteht Emily. Somit scheinen die Voraussetzungen bestens, um das Meer aus Pokalen noch zu vergrößern.

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