Der Seidenraupen-Cross verbindet Sport und Naturerlebnis mit einem guten Zweck. Die Einnahmen gehen an die Aids-Hilfe.

HIlfe
Peter Ditz und Patrizia Helten von der Krefelder Aids-Hilfe stellen zusammen mit Manuel Kölker den Seidenraupen-Cross vor.

Peter Ditz und Patrizia Helten von der Krefelder Aids-Hilfe stellen zusammen mit Manuel Kölker den Seidenraupen-Cross vor.

Dirk Jochmann

Peter Ditz und Patrizia Helten von der Krefelder Aids-Hilfe stellen zusammen mit Manuel Kölker den Seidenraupen-Cross vor.

Krefeld. Querfeldein-Laufen ist in. Auch in Krefeld gibt es immer mehr dieser Veranstaltungen, aber eine der schönsten ist sicherlich der Seidenraupen-Crosslauf, der am Sonntag, 19. Oktober, zum zweiten Mal stattfindet. Aus einem einfachen Grund: Hier laufen die Teilnehmer nicht gegen den inneren Schweinehund, sondern für den guten Zweck. Über die Einnahmen darf sich in diesem Jahr die Krefelder Aids-Hilfe freuen. „Wir leben von den Spenden“, sagt Patrizia Helten. „Und außerdem sind wir froh, dass wir auch mal außerhalb des Welt-Aids-Tages in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.“ So soll der Lauf auch gegen die immer noch weit verbreitete Stigmatisierung von HIV-Positiven und Aids-Kranken wirken. Dass dies nötig ist, zeigt die Tatsache, dass auch HIV-positive Läufer teilnehmen werden, die sich aber nicht öffentlich zu erkennen geben wollen. Die Aids-Hilfe selbst beteiligt sich mit Infoständen, Kuchenspenden und Streckenposten am Crosslauf.

Der Lauf soll auf die Stigmatisierung Infizierter aufmerksam machen

Im Premierenjahr 2013 gingen 101 Läufer an den Start, von denen 99 den Lauf auch erfolgreich beendeten. In diesem Jahr ist die gleiche Starterzahl bereits anderthalb Wochen vor dem Lauf erreicht, bis zum Beginn werden voraussichtlich noch einmal deutlich mehr. „Aber es geht uns nicht darum, die Teilnehmerzahl zu verdoppeln oder zu verdreifachen“, sagt Mit-Organisator Manuel Kölker. Cross-Läufer hätten ohnehin ein sehr weites Einzugsgebiet. „Aus Belgien kommt extra eine 27-köpfige Gruppe angereist, die den ganzen Tag in Krefeld verbringen will und mich schon nach Tipps gefragt hat.“ Da sind sie bei Manuel Kölker, der hauptberuflich als Pressesprecher bei der Stadt Krefeld arbeitet, natürlich an der richtigen Stelle.

Die Strecke wurde so gewählt, dass die Krefelder „Berge“ dabei richtig gut zur Geltung kommen. Bei der 16 Kilometer langen Runde (Start 11.15 Uhr) geht es über Hülser und Kapuziner Berg. Höhepunkt ist der Inrather Berg mit 83 Metern. Die sechs Kilometer lange Anfänger-Runde (Start 11 Uhr) geht einmal rund um und über den Hülser Berg. Die Startgebühr beträgt zehn Euro. Die Nachmeldegebühr bei spontaner Teilnahme, am Starttag zwischen 9 und 10.30 Uhr zu entrichten, beträgt drei Euro. Start ist am Hölschen Dyk/ Langen Dyk. Anmeldung unter: seidenraupen.wordpress.com

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