Seit 1991 gibt es die Artothek an der St.-Anton-Straße. Hier findet jeder das passende Bild für sein Zuhause.

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800 Kunstwerke aller Art stehen in der Artothek zur Ausleihe bereit. „Hier geht es ganz leger zu“, sagt deren Leiterin Erika Janßen. „Hier muss nicht leise gesprochen werden, und Kinder sind bei uns auch willkommen.“

800 Kunstwerke aller Art stehen in der Artothek zur Ausleihe bereit. „Hier geht es ganz leger zu“, sagt deren Leiterin Erika Janßen. „Hier muss nicht leise gesprochen werden, und Kinder sind bei uns auch willkommen.“

Dirk Jochmann

800 Kunstwerke aller Art stehen in der Artothek zur Ausleihe bereit. „Hier geht es ganz leger zu“, sagt deren Leiterin Erika Janßen. „Hier muss nicht leise gesprochen werden, und Kinder sind bei uns auch willkommen.“

Krefeld. Fahrräder, Autos, Bücher, DVDs, Brautkleider und Designer-Handtaschen - es gibt fast nichts, was nicht irgendwo für kleines oder auch größeres Geld ausgeliehen werden kann. Die Artothek hat dagegen ein eher außergewöhnliches Sortiment: In den Räumen an der St.-Anton-Straße kann jedermann Kunst ausleihen.

Alles, was in der Artothek hängt und steht, können die Besucher mitnehmen, um damit das heimische Wohnzimmer zu schmücken. Ölmalereien, Skulpturen, Kästen, Zeichnungen und Scherenschnitte - 800 Arbeiten von 93 Künstlern aus Krefeld und Umgebung, aber auch aus Heidelberg, Nürnberg und Roermond. Die Stilrichtungen sind dabei so unterschiedlich wie die Künstler selbst, vom Realismus bis zur Fotografie ist alles dabei.

Die Idee zur Kunst-Ausleihe ist in Holland entstanden

1991 hat die Gemeinschaft Krefelder Künstler (GKK) die Artothek ins Leben gerufen. Dabei ist das Konzept keineswegs neu, wie Artothek-Leiterin Erika Janßen weiß: "Artotheken gibt es seit 1946. Die Idee entstand in Holland. Da hat jede größere Stadt eine." Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Ausleihen für Kunst. Die Krefelder Artothek ist dennoch etwas besonderes. "Wir sind die einzige Artothek, die nur Originale anbietet", sagt Janßen.

Berührungsängste mit der Kunst abzubauen, ist das Ziel von Erika Janßen: "Hier geht es ganz leger zu, hier muss nicht leise gesprochen werden, und Kinder sind bei uns auch willkommen." Gerne berät sie unschlüssige Besucher, damit jeder das für ihn passende Bild bekommt. Die Künstler hingegen steigern ihren Bekanntheitsgrad.

Für jeweils drei Monate werden die Objekte verliehen, auf maximal sechs Monate kann verlängert werden. Danach müssen die Bilder zurück in die Artothek. Doch immer wieder kommt es vor, dass die Kunden ihr Herz an Bilder mit so wunderschönen Namen wie "Wo die verwelkten Flammen schlafen" oder "Horchen und Antworten" verloren haben. "Dann stellen wir den Kontakt zum Künstler her, damit das Bild gekauft werden kann", sagt Janßen.

Die Ausleihe kostet sechs Euro pro Bild und Quartal, maximal fünf Arbeiten dürfen gleichzeitig ausgeliehen werden. Auch der Zyklus Dreimaldrei kann für 54 Euro geliehen werden.

Die Artothek befindet auf der St.-Anton-Straße 90. Die Öffnungszeiten sind montags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr, Ruf 77 90 37.

Und die Artothek hat für ihre bisher 560 Mitglieder immer wieder etwas Neues auf Lager. So dürfen sich die Ausleiher im März auf eine besondere Überraschung freuen. "Dann bekommen wir einige neue Arbeiten", verrät Erika Janßen.

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