Beim Verein Abentoyer Niederrhein schärfen Jugendliche ihre Sinne.

Krefeld. Über 300 Kinder und Jugendliche standen in dieser Woche vor einem besonderen Erlebnis: Mit verbundenen Augen und nur mit einem Führungsseil als Orientierung bewältigten die Teilnehmer einen Hindernisparcours. Aufgebaut worden war dieser "Blindway" vom Verein "Abentoyer Niederrhein" in Kooperation mit dem Jugendhaus Felbelstraße.

Durch einen Kellerschacht ging es hinab in die Finsternis. Schulklassen der Hauptschule Prinz-Ferdinand, der Linner Burg-Schule und der Gesamtschule Kaiserplatz nutzten den Parcours ebenso wie Kinder und Jugendliche verschiedener offener Jugendeinrichtungen oder die Pfadfinder aus Oppum.

"Es hat super viel Spaß gemacht und war eine echte Herausforderung", meinte Markus, einer der Teilnehmer. "Wenn die Kinder blind durchlaufen, werden sehr intensive Sinneserlebnisse vermittelt", erklärte Christel Bähner-Hox, die Leiterin des Jugendhauses Felbelstraße.

Um das sicher zu stellen, waren Vereinsmitglieder im Sicherungseinsatz. "Viele Kinder erzählen hinterher, sie hätten vorher so ein komisches Gefühl gehabt, weil sie nicht wussten, was auf sie zukommt," sagt Klaus von der Heiden von Abentoyer. "Wenn sie hinterher sagen können, ich habe mich trotzdem getraut, so ist das für viele ein Erlebnis, das sie sonst kaum entwickeln können."

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